Presse Frauen BWOL 2014/2015

02.05.2015 TuS Steißlingen - SC Korb 23:36 (17:19)

(aku) Der Terminkalender der Korber Handballerinnen war zum Saisonabschluss nochmals eng getaktet: Nur 23 Stunden nach der 27:29-Halbfinal-Niederlage im Final-Four-Turnier um den HVW-Pokal gegen den VfL-Waiblingen Handball musste der Meister zum letzten Spiel in der Oberliga gegen die TuS Steisslingen aufs Feld. Korb gewann beim designierten Absteiger standesgemäß mit 23:36.

Ohne Vildana Halilovic, die mit der SV Remshalden in Adekerk um den Einzug ins Final Four der Deutschen B-Jugend-Meisterschaft kämpfte und Torhüterin Lena Wolf (Rücken) reiste Korb an den Bodensee. Trainer Jürgen Krause nutzte die zweistündige Busfahrt für ein kleines Resümee des Halbfinales am Vortag: "Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt, aber nach der Pause aufopferungsvoll gekämpft und einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Und der letzte Eindruck zählt!"

Entspannt ging der Aufsteiger das letzte Pflichtspiel an. Im ersten Durchgang hatte Korb Mühe, nach dem Adrenalinschub im Final Four die Konzentration hoch zu halten. Dafür wollte es Jessica Cyklarz bei ihrem letzten Einsatz im Handballdress noch einmal wissen. Sieben Treffer sollten es am Ende sein. Auch Caren Hammers Torhunger war nach der langen Saison anscheinend noch nicht gestillt. Dreizehn Tore gingen auf ihr Konto.

Die Gastgeberinnen standen bereits als Absteiger in die Württembergliga fest, zeigten sich aber in der ersten Halbzeit spielfreudig und von den cleveren Anspielen an den Kreis ging jederzeit Gefahr fürs Korber Tor aus. Die Defensive war da des Öfteren nicht auf der Höhe. Beim 19:17 aus Korber Sicht gings in die Pause.

"Wir haben uns anfangs nicht gerade meisterlich präsentiert", bemängelte Krause. Sein Team machte es im zweiten Durchgang besser. Souverän baute Korb über Hammer, Jessica Cyklarz und die wie immer wieselflinke Anja Itterheim den Vorsprung über 22:18, 28:22 und Lea Grubers Tor zum 30:23 aus. Sandra Staiger verwandelte einen schönen Pass von Torhüterin Steffi Ege kurz vor Schluss zum 35:23, der letzte Treffer zum 36:23-Endstand blieb Caren Hammer vorbehalten. Die Korberinnen hatten die Pflichtaufgabe souverän gemeistert und können sich höchst entspannt auf die Pause freuen.

SC Korb: Sandra Staiger (2), Anja Itterheim (6), Jessica Krug (2), Melanie Scheifele, Lea Gruber (3), Stefanie Ege, Caren Hammer (13/1), Melanie Cyklarz (1), Jessica Cyklarz (7), Hanna Hojczyk (2), Hanna Fenske 

01.05.2015 Final Four - Finale um den HVW-Pokal in Korb

(aku) Herzlichen Glückwunsch an die TG Nürtingen zum Pokalsieg. Der Aufsteiger in die 2. Liga setzte sich im Finale mit 34:22 gegen den VfL Waiblingen Handball durch. 

Den Pressebericht des HVW gibts hier im Anschluss an den Spielbericht der Korber Frauen gegen den VfL-Waiblingen Handball. 

SC Korb - VfL-Waibingen Handball 27:29 (10:17)

In der nächsten Saison dürfen sich die Handballfans auf pannende Derbys zwischen dem SC Korb und dem VfL Waiblingen freuen. Bereist die Halbfinalpartie beim Final Four bot alles, was im Handballsport möglich ist. Die erst war aus Korber Sicht "zum Vergessen". Nach 60 Minuten hatte Korb beim 27:29 das Nachsehen, der Sieg für Waiblingen geht in Ordnung. 

Was wurde im Vorfeld nicht alles in diese Partie hinein interpretiert. Korb könne nach dem Aufstieg erste 3.Liga-Luft schnuppern. SC-Coach Jürgen Krause wollte die Partie vor heimischem Publikum unbedingt gewinnen, die Waiblinger sahen Korb im "Hype-Gefühl" und somit die Favoritenrolle beim SC. Nicht zuletzt, weil der VfL gerade mal mit zwei Auswechselspielerinnen ins Rennen gehen konnte und Korb in Bestbesetzung antrat. 

Nun, es kam zunächst anders, ganz anders, als gedacht. Über 500 Zuschauer in der Ballspielhalle konnten nach dem Anpfiff nicht glauben, was auf dem Feld geschah. Der VfL machte das Spiel, desolate Korberinnen schauten überrumpelt zu. Waiblingen traf aus allen Lagen, der SC verlor den Ball schon im Spielaufbau oder scheiterten im schwachen Abschluss an der starken Lisa Fleischer im VfL-Tor. Kein Spur von der Korber Meister-Euphorie. Die Kreisstädterin schienen es selbst nicht glauben zu können, dass sie ohne großen Aufwand mit 9:2 in Führung lagen. Beim Aufsteiger Korb herrschte totale Ernüchterung. Nach dem 4:11 startete der SC, angetrieben von der unermüdlichen Caren Hammer, eine kleine Aufholjagd. Hammer traf fünfmal sicher vom Siebenmeterpunkt, Sandra Staiger überlistete Torhüterin Fleischer und Anja Itterheim nagelte einen Konter ins Netz. Der Knoten wollte aber nicht wirklich platzen. Korb leistete sich weiter viele Patzer und so endete die einseitige erste Halbzeit mit 10:17 für Waiblingen. 

Nach der Pause sahen die Zuschauer eine zunehmend spannende und in der Schlussphase fast dramatische Partie. Korb spielte konzentrierter und tastete sich Tor um Tor heran. Die Abwehr, offensiver aufgestellt, setzte den VfL unter Druck und die eingewechselte Stefi Ege im SC-Kasten vereitelte gute Waiblinger Chancen. Beim 23:26 hatte sich Korb bis auf drei Tore herangearbeitet. Der VfL zollte seiner dünn besetzten Bank Tribut, und Korb stellte wieder einmal seine kämpferische Stäre unter Beweis und arbeitete sich auf Augenhöhe zum Drittligisten. Hammer setzte sich stark zum 24:26 durch, Waiblingens Pilekova erhöhte mit einer schönen Einzelaktion aber erneut auf einen Drei-Tore-Vorsprung des VfL. Korb gab nicht auf, war beim 27:28 nur ein paar Millimeter vom Ausgleich entfernt, als Hammers Wurf 1 Minute vor Schluss an den Innenpfosten Pfosten knallte. Waiblingen brachte den Sieg glücklich, über die 60 Minuten gesehen, aber verdient ins Ziel. 

Jürgen Krause: "In der ersten Halbzeit hat der Torhüter das Spiel ausgemacht. Wir waren zu nervös. Am Ende haben wir klasse gekämpft."

Auf jeden Fall wissen die Korberinnen jetzt, was auf sie zukommt in der nächsten Saison.

Bilder Walter und Joachim

25.04.2015 SC Korb - TSV Malsch 42:26 (18:11)

42:26 - noch Fragen ? !

Aufsteiger 3. Liga

(aku) Der Meister aus Korb siegte souverän mit 42:26 Toren gegen den TSV Malsch. Soweit sei der Statistik genüge getan. Denn im letzten Heimspiel des SC gings neben Handball auch  um Dankesworte, Blumen, Sekt und Geschenke. Doch der Reihe nach.

 Fangen wir mit einer schönen und bemerkenswerten Geste der badischen Gäste an. Sie hatten Sekt für die Korber Frauen im Gepäck, denn Anstoßen auf den Aufstieg in die Dritte Liga kann man ja nie genug. Vor dem Anpfiff folgten dann offiziell Blumensträuße und die Verabschiedung von Melanie Scheifele und Jessica Cyklarz. Letztere wird den Korber Spielerinnen und Fans als routinierte Spielmacherin in guter Erinnerung bleiben.

Korb Meister, Malsch im gesicherten Mittelfeld - was konnte man von einem Spiel, in dem es also um nichts mehr ging, erwarten? Einiges. In der Abwehr agierten beide Teams verständlicher- und vernünftigerweise nicht mehr auf Teufel komm raus. So kamen die Zuschauer in den Genuss einer torreichen Partie mit unterhaltsamen 68 Treffern.

42 gingen dabei aufs Korber Konto, beeindruckende zwei Drittel aus der zweiten Welle und Gegenstößen. Malsch machte es den Gastgeberinnen auch leicht. Harmlos und passungenau im Angriff schenkten sie bereits in der ersten Viertelstunde die Partie her. Und wenns ums Kontern geht, sagen Außenspielerinnen nicht nein. Anja Itterheim, Sandra Staiger und Hanna Hojczyk hatten ihre wahre Freude daran und stellten ihre Abgezocktheit im Abschluss unter Beweis.

Nach dem 9:2 in der 14. Minute drosselte Korb das Tempo und agierte durchschnittlich in der Offensive. Jetzt nahm Malsch Ballgeschenke an und schloss zum 13:8 in der 22.Minute auf. Beim 18:11 wurden die Seiten gewechselt.

Die Anfangsphase nach der Pause war eine Doublette des Spielbeginns. Korb hatte spielerisch seine stärkste Phase, glänzte, angetrieben von der neunfachen Torschützin Caren Hammer und Jessica Cyklarz, mit hohem Tempo und schönen Kombinationen. In der 35. Minute stand es 26:14. Danach zeigten sich die Gastgeberinnen in der Defensive sehr großzügig und Malsch wusste die Lücken im Abwerverband clever zu nutzen. Dennoch schraubte Korb den Vorsprung in der 47. Spielminute auf 34:19. In der Schlussphase hatte die Partie noch Schaulauf-Charakter. Dank des Trios Itterheim, Staiger und Hanna Hojczyk, die zusammen die Hälfte aller Korber Tore erzielte. Die scheidende Melanie Scheifele erzielte Tor 40 und 41 und darf noch einen ausgeben. Der letzte Treffer gebührte wenige Sekunden vor Schluss den Korberinnen. Lea Gruber traf aus vollem Lauf zum 42:26-Endstand.

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege, Sandra Staiger (6), Anja Itterheim (8), Jessica Krug, Melanie Scheifele (2), Lea Gruber (6), Vildana Halilovic, Ann-Kathrin Heil, Caren Hammer (9/3), Melanie Cyklarz (2), Jessica Cyklarz (2), Hanna Hojczyk (7), Hanna Fenske

Bilder Andrea, Walter und Veit

→ mehr Bilder folgen!

18.04.2015 TSV Birkenau - SC Korb 25:28 (13:12)

Die Sektkorken knallen

Aufsteiger 3. Liga

(aku) Überschäumende Freude nach dem Abpfiff: Die Korber Frauen machten mit einem 28:25 -Sieg im Spitzenspiel beim TSV Birkenau vorzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga perfekt und legen damit einen lupenreinen Durchmarsch hin. 

Beide Teams waren als Aufsteiger aus der Württembergliga in die Oberligasaison gestartet, drei Spieltage vor Schluss sollten sie nun den Titel unter sich ausmachen. Korb hatte die besseren Karten, Birkenau nur bei einem Sieg noch Chancen auf den ersten Platz. Die Partie war über 60 Minuten hochspannend und wurde von beiden Seiten sehr temperamentvoll geführt. Die vielen mitgereisten Korber Fans sorgten zudem für eine lautstarke Kulisse und machten das Duell der beiden einstigen Aufsteiger aus der Württembergliga zu einem wahren Spitzenspiel.

Korb präsentierte sich in Birkenau nach zuletzt durchschnittlichen Spielen auf den Punkt in meisterlicher Form. Mannschaftlich geschlossen, engagiert und kämpferisch, nervenstark. Das war gegen den besten Angriff der Liga auch nötig und machte zudem die ein oder andere Schwäche im Abschluss wett.

Anspiel hatte Birkenau und schnell war ersichtlich - die Gastgeberinnen standen unter Strom, wollten sich für die 40:21-Klatsche in Korb revanchieren und den Tabellenführer keinesfalls zur Meisterschaft durchwinken. Mit einer offensiven 3:2:1-Abwehrformation störten sie den Korber Angriff früh und ungestüm. Die Gäste ließen sich nur anfangs beirren. Melanie Cyklarz verwandelte nach schönem Anspiel von Lea Gruber zum 3:3, Rechtsaußen Sandra Staiger traf in der ersten Viertelstunde viermal, Anja Itterheim, die angeschlagen ins Spiel gegangen war, setzte sich stark auf Linksaußen zum 5:5 durch. Nach Lea Grubers drittem Pfostentreffer konnte sich Birkenau auf 7:5 absetzen. Die Auszeit von SC Coach Jürgen Krause trug Früchte, Hanna Fenske holte einen Strafwurf, den Caren Hammer in der hitzigen Partie sicher zum 7:6 -Anschluss verwandelte.  Es folgten fünf Minuten Kampf statt Tore, dann zog Korb um Spielmacherin Jessica Cyklarz wieder an. SC-Torfrau Lena Wolf parierte ihren ersten Siebenmeter und Hanna Hojczyk fegte im Gegenzug von Linksaußen den Ball ins Birkenauer Tornetz. Die Hessinnen konnten dank ihrer Topscoorerin Lena Kahnert, die Korb erst in der Schlussphase in den Griff bekam, mit einer 13:12-Führung in die Kabine gehen.

"Was war das denn", rieb sich ein Korber Fan in der 35. Minute verwundert die Augen. Korb hatte die Gastgeberinnen kurzerhand überrollt und die Partie gedreht. Sekunden nach Wiederanpfiff glich Gruber zum 13:13 aus, Hammer traf viermal in Folge und sorgte für die 17:13-Führung, die ihre Mannschaft bis zum Abpfiff nicht mehr hergeben sollte.

Die Hessinnen wehrten sich nun mit Händen und Füßen, stellten ihre Abwehr noch offensiver. Den Raum auf der rechten Seite nutzte Jessica Krug entschlossen zum 18:16. Die dramatische Schlussphase begann in dieser Partie bereits in der 43. Minute. Aus Spiel wurde Kampf. Vildana Halilovic, die sich für einen Einsatz mit Korb in der BWOL, statt für die Remshaldener B-Jugend bei der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft entschieden hatte, versenkte zweimal unhaltbar vom Siebenmeterpunkt. Wenig später in der 48. Minute wurde Hanna Fenskes Einsatz am Kreis mit dem 23:19 belohnt. Birkenau drängte weiter, profitierte von Korber Fehlern in dieser Phase. Aber da war ja noch Lena Wolf im SC-Tor, die eine ganz starke zweite Halbzeit spielte, in der 56. Minute im Siebenmeterduell Siegerin gegen Kahnert blieb und so den 23:26-Anschlusstreffer für Birkenau verhinderte. In der letzten Minute zum 28:25 Endstand waren die Korber Fans in der Birkenauer Halle bereits in Feierlaune und genauso geschafft aber glücklich, wie ihre Spielerinnen auf dem Feld.

 

Die Aufsteiger!

Im Tor: Lena Wolf, Stefanie Ege;

Rauf und runter: Sandra Staiger (4), Anja Itterheim (1), Jessica Krug (2), Lea Gruber (2), Vildana Halilovic (4/2), Caren Hammer (8/3), Melanie Cyklarz (1), Jessica Cyklarz, Hanna Hojczyk (5), Hanna Fenske (1),

Auf der Bank: Jürgen Krause, Heike Kranacher, Hartmut Hammer, Britta Küchler

Immer dabei: Petra Feucht, Nina Meier, Vanessa Nagler, Ann-Katrin Heil, Melanie Scheifele.

Bilder Andrea und Heike

11.04.2015 SC Korb - TV Brombach 27:22 (18:8)

Korb kurz vor dem Ziel - Korb auf der Zielgeraden - Korb auf Meisterschaftskurs

(aku) Nach dem 27:22-Sieg gegen den TV Brombach sind die Korber Oberligafrauen möglicherweise nur noch einen Sieg von der Meisterschaft entfernt. Am kommenden Wochenende kommt es beim engsten Verfolger TSV Birkenau zum Showdown um den Aufstieg. Gewinnt Korb, knallen die Sektkorken.

Dafür braucht es allerdings eine über 60 Minuten konstant starken Leistung. Die brachte das Team von Trainer Jürgen Krause gegen Brombach nur in der ersten Halbzeit aufs Feld.

Wie gewohnt zeigte sich die Korber Defensive von Ihrer besten Seite und hielt dem stattlichen Brombacher Rückraum stand, dabei hatten Caren Hammer und Lea Gruber nicht die leichtesten Aufgaben, meisterten diese aber mit Bravour. Gruber war zudem in Torlaune. Sieben Treffer warens im ersten Durchgang. Insgesamt zeigte sich das Korber Angriffspiel zielstrebiger und mit mehr Zug zum Tor als noch in in den letzten Partien. Konzentriert suchte der Spitzenreiter seine Chancen, die Lücke und das Tor. Brombach machte das flotte Spiel mit und so sah die gut besuchte Ballspielhalle bis zur 20. Minute ein flottes, abwechslungsreiches und attraktives Handballspiel. Dann zeigten sich bei den Gästen, die gerade mal eine Auswechselspielerin auf der Bank hatten, Ermüdungserscheinungen. Auch Korb schaltete beim 15:7 einen Gang zurück und verlegte sich auf Konter, die die flinke Anja Itterheim verwandelte. Als Vildana Halilovic zum 18:8-Halbzeitstand traf, schien Brombach am Ende seiner Kräfte.

"In der Pause habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir noch zehn Minuten Gas geben, dann ist die Partei entschieden". Jürgen Krause musste nach dem Schlusspfiff eingestehen, dass dies eine Fehleinschätzung war. Korb gab kein Gas und die Gäste kamen zurück. Zunächst zeigten die Unparteiischen bis zur 34. Minute fünfmal auf den Siebenmeterstrich. (20:11). Danach fiel fünf Minuten gar kein Treffer. Die Partie wurde zerfahren, die Fehler auf beiden Seiten häuften sich. Korb scheitert mehrmals an der gut stehenden Brombacher Torfrau.

Und plötzlich waren die Gäste präsenter, als es Korb lieb sein konnte. Lücken im Korber Abwehrverband nutzte Sabrina Gruber aus, um für Brombach auf 24:19 in der 52. Minute zu verkürzen. In diese Phase durften die Korber Anhänger der mittlerweile eingewechselten Lena Wolf im Tor applaudieren, die mehrere Großchancen der Gäste entschärfte. Fazit: Auch wenn der 27:22-Sieg nie gefährdet war, ruhte sich Korb zu sehr auf dem in der ersten Halbzeit herausgespielten Vorsprung aus.

Für Jürgen Krause zählte hernach nur der Sieg. " Brombach ist gut, hat starke Spielerinnen.  Aber das Spiel heute musst du gewinnen. Wir wollen nächste Woche die Meisterschaft klarmachen. Nur das zählt."

Wenn es nach der bisherigen Aufstiegsregelung ginge, wäre der SC Korb, dem der zweite Platz nicht mehr zu nehmen ist, bereits in der 3. Liga. Der DHB berät derzeit jedoch eine Neuordnung in sechs Achter-Staffeln, dann würde nur der Tabellenerste in die 3. Liga aufsteigen. Eine Entscheidung steht noch aus.

SC Korb: Lena Wolf, Steffi Ege, Anja Itterheim (6), Sandra Staiger (1), Caren Hammer (4/2), Lea Gruber (7), Vildana Halilovic (5), Hanna Fenske (2), Hanna Hojczyk (1), Melanie Cyklarz, Jessica Cyklarz (1), Jessica Krug

Bilder Walter Dutt

28.03.2015 SC Korb - HSG St. Leon/Reilingen 20:16 (8:11)

Korb gewinnt Spitzenspiel

(aku) Wenn der Erste gegen den Dritten spielt, die beiden abwehrstärksten Teams der Liga aufeinander treffen, dann muss es sich um ein Spitzenspiel handeln. Die Korber Frauen als Tabellenführer und die Gäste aus St.Leon/Reilingen wurden diesem Anspruch vollauf gerecht. Es war ein Ringen um jeden Ball und jeden Meter in der Defensive, vorne war jedes Tor hart erarbeitet,  und dass die im Vorfeld leicht favorisierten Korberinnen am Ende beim 20:16 die Nase vorn hatten, ist dem größeren Willen und der besseren Fitness zu verdanken. Und auch einer starken Lena Wolf im SC-Tor, die hinter einer bärenstarken Abwehr nur noch fünf Gegentreffer im zweiten Durchgang kassierte. Weil die Gäste in der sehr intensiv geführten Partie in der Schlussphase schwächelten und an der schweren Daumenverletzung von Christina Wiedemann zu knabbern hatten, brachte Korb zwei wichtige Punkte am Ende sicher ins Ziel.

An dieser Stelle wünschen wir Christina Wiedemann gute Besserung!

Von Beginn an herrschte prächtige Stimmung in der vollbesetzten Ballspielhalle. St. Leon/Reilingen erwies sich als der erwartet starke und unbequeme Gegner. Das 30:30-Unentschieden im Hinspiel diente als Warnung, zuhause allerdings wollte SC-Coach Jürgen Krause Fakten schaffen und das erste von drei Spitzenspielen natürlich früh entscheiden.

Dass daraus zunächst nichts wurde, lag an den fast übermotivierten Gästen, die schnell in Führung gingen und diese, bis auf das 3:3 in der 10. Minute, bis zur Pause nicht mehr abgaben. Deren überaus intensive Abwehrarbeit bekam Jessica Krug in der 15. Minute bei einem Wurf von Rechtsaußen zu spüren, was die beiden Schiedsrichter jedoch ignorierten und auf Abwurf entschieden. Ursache für den Korber Drei-Tore-Rückstand waren solche Entscheidung aber nicht. Gerade mal acht Korber Tore standen elf der Gäste gegenüber, das zeugte von äußerst intensiver Abwehrarbeit. "Elf Tore in 30 Minuten waren o.k", so Krause nach dem Spiel, "aber nur acht werfen geht gar nicht."

In der Tat hatte sich Korb in der Defensive taktisch auf den Gegner sehr gut eingestellt, vorne aber haperte es wie in den letzten Wochen im Abschluss. Drei Großchancen vergaben die Korber Frauen gleich nach dem Wiederanpfiff und machten St.Leons Torfrau zur Heldin der mitgereisten Fans der Gäste. Bei den Korber Zuschauern wuchsen gleichzeitig die Bedenken, ob ihre Mannschaft jetzt einen Sieg verspielt hätten. Die Korber Wurfblockade hielt noch bis zur 40. Minute an, dann trafen zweimal Caren Hammer und Lea Gruber zum 12:13- Anschluss. Jetzt gings beim Torstand wie im Ping-Pong hin und her. Doch dann trat Hanna Fenske in der 50. Minute zum Siebenmeter an, traf den Pfosten und hechtete den Abpraller spektakulär zum 15:15-Ausgleich ins Tor. Die Halle tobte. Vildana Halilovic brachte mit ihrem Tor zum 16:15 den Tabellenführer erstmals in Führung. Dann jagte Lea Gruber den Ball aus vollem Lauf ins Toreck. Der Widerstand der Gäste war gebrochen. Drei weitere Treffer von Halilovic sorgten für den 20:16-Erfolg, der angesichts des Spielverlaufs für Korb deutlich ausfiel. Fürs Selbstvertrauen taugt das allemal. Und das kann der Tabellenführer für die nächsten beiden Spitzenspiele gegen Brombach und Birkenau brauchen. 

SC Korb: Lena Wolf, Sandra Staiger (2), Anja Itterheim, Jessica Krug, Lea Gruber (4), Vildana Halilovic (6/3), Stefanie Ege, Caren Hammer (4/3), Melanie Cyklarz, Jessica Cyklarz (2), Hanna Hojczyk, Hanna Fenske (2).

Bilder Veit Hoffmann

Bilder Walter Dutt

22.03.2015 FSG Donzdorf/Geislingen - SC Korb 22:32 (12:11)

Korb nach der Pause souverän 

(aku) Das Spitzenspiel nächste Woche kann kommen. Die Korber Frauen warfen sich beim souveränen 32:22-Sieg bei der FSG Donzdorf/Geislingen warm für die Heimpartie gegen die Drittplatzierte HSG St. Leon am kommenden Samstag. Nach einer ersten Halbzeit, die zum Vergessen taugte, schaltete Korb nach der Pause den Turbo ein. Anja Itterheim war bestes Beispiel für den Aufbruch des Tabellenführers. Nach ihrem Treffer zum 1:1 zu Spielbeginn tauchte sie erst wieder im zweiten Durchgang auf. Da aber gewaltig. Mit acht Toren puschte sie ihre Mannschaft zum Sieg. Neben ihr verdienten sich auch Caren Hammer und Lea Gruber gute Noten. Besonderes Trainerlob galt Jessika Krug. "Sie ging dahin, wo´s wehtut." Und das brauchte der SC trotz aller Souveränität gegen Donzdorf eben auch. 

Die Korber Frauen hatten im ersten Durchgang ein Déja-vu mit der bereits überstanden geglaubte Torflaute von Anfang März. Latte, Pfosten, vergebene Siebenmeter. Da half auch eine gute Torhüterleistung von Steffi Ege nichts. Jessika Krug verpasste kurz vor der Pause den 12:12 Ausgleich vom Siebenmeterstrich. Gleich nach dem Wechsel holte sie dann den Treffer nach. Das 15:14 in der 37. Minute war die letzte Führung der Gastgeberinnen. Danach sorgten Caren Hammer, Melanie Cyklarz und mit drei Treffern in Folge Anja Itterheim für eine kleine Vorentscheidung beim 22:17.  Jetzt sahen die Korber Fans die Mannschaft, die seit Beginn der Saison für Furore sorgt und derzeit die beste Defensive und den zweitbesten Angriff stellt. Aus der kompakten und aufmerksamen Abwehr heraus erkonterte sich Korb über die erste und zweite Welle den in dieser Höhe verdienten 32:22-Erfolg. Dazu passte die gute Nachricht, dass sich Vildana Halilovic zeitgleich in Ungarn mit der U 17- Nationalmannschaft für die Europameiterschaft qualifizierte.

SC Korb: Lena Wolf, Sandra Staiger (2), Anja Itterheim (9), Jessica Krug (4/1), Lea Gruber (6), Stefanie Ege, Caren Hammer (7/1), Melanie Cyklarz (1), Jessica Cyklarz, Hanna Hojczyk  (1), Hanna Fenske (3/1)

HVW Pokal Final Four

Rems-Murr-Sport-Zeitungsverlag Waiblingen

HVW-Pokal: Korb – SG VfL

Die Paarungen des Final Four im Verbandspokal der Frauen stehen fest – und sind aus Rems-Murr-Sicht ein Knaller: Der SC Korb trifft am Freitag, 1. Mai, in der heimischen Ballspielhalle auf die SG VfL Waiblingen.   Der Tabellenführer der Baden-Württemberg-Oberliga trifft um 14 Uhr im zweiten Halbfinale auf die SG VfL Waiblingen, derzeit Dritter in der 3. Liga. Davor stehen sich um 12 Uhr die beiden Drittligisten SG BBM Bietigheim II (7. Platz) und Spitzenreiter TG Nürtingen gegenüber.
Das Endspiel ist auf 16.30 Uhr terminiert, der HVW-Pokalsieger qualifiziert sich für die erste Runde im DHB-Pokal am 5./6. September.  Als designierter Aufsteiger in die 2. Bundesliga sind die Nürtingerinnen nicht nur Favorit im Halbfinale gegen die SG BBM Bietigheim II, sondern auch auf den Titel.
Die Turngemeinde stemmte den Pokal bereits 2006 und 2012 in die Höhe und unterlag im Vorjahr dem heutigen Zweitligisten SG H2Ku Herrenberg in dessen Halle mit 23:26.

Quelle: Zeitungsverlag Waiblingen | Waiblinger Kreiszeitung | Nr.63 | Dienstag, den 17. März 2015 |
14.03.2015 HSG Deizisau/Denkendorf - SC Korb 20:26 (7:12)

(vh)
Schüttle dich und rüttle dich, empfiehlt das Kinderlied. Und wirf die Unsicherheit hinter dich. Den Oberliga-Frauen des SC Korb ist das gegen die HSG Deizisau/Denkendorf auf durchaus ansehnliche Art und Weise gelungen. Mit 26:20 (12:7) beendete der Tabellenführer im zweiten von drei Auswärtsspielen in Folge die vorübergehende Punkte-Flaute.

Fünf Minuten lang ließen die Korber Spielerinnen ihren Angang im Unklaren, wohin die Reise denn gehen würde. In diesen fünf Minuten legte die Spielgemeinschaft zwei Tore vor, verbaselten die Korberinnen drei Strafwürfe und verpassten die Schiedsrichter der HSG-Spielerin Meike Fritz eine glatt-rote Karte. Für die nicht mal mehr rustikale Art und Weise, mit der sie Vildana Halilovic beim Sprungwurf zu Boden body-gecheckt hatte. Eine Entscheidung, von der sich die Schiris allerdings nicht mehr erholten. Linie in der Spielleitung jedenfalls war fortan höchstens kaum zu erkennen.

Im Gegenzug gewann das Korber Spiel mehr und mehr an Struktur. Und das begann in der Abwehr. Mit dem defensiven Mittelblock und der offensiven Deckung gegen die Halbspielerinnen sowie deren Sportkameradin auf der Linksaußen-Position kamen die Gastgeberinnen eher überhaupt nicht zurecht. Und wenn, nach Einzelaktionen, doch mal ein Ball aufs Tor kam, war da immer noch Lena Wolf, die den HSG-Werferinnen ein ums andere Mal den Zahn zog.

Gebettet auf dieser Abwehr-Arbeit zum Zungeschnalzen – Caren Hammer, Jessica Cyklarz, Hanna Fenske, und Lea Gruber verdienten sich Sternchen -, kam auch der Korber Angriff ins Rollen. Die Gegenstöße aus der offensiven Deckung heraus saßen immer besser, wobei sich Hanna Hojczyk mit vier Erfolgen auszeichnete. Wiederum Hammer und Cyklarz waren es, die, unterstützt von Vildana Halilovic, mit Ruhe und Übersicht im ausgespielten Angriff für viel Zug sorgten. Als hätte das Korber Team in den letzten Spielen nie genervelt. Kollegin Lea Gruber beispielshalber dankte mit sieben Treffern.

Weil Trainer Jürgen Krause schon früh durchwechselte, gelang es den Gastgeberinnen vor allem in der ersten Hälfte nicht, sich individuell auf das Korber Spiel einzustellen. Die HSG-Verantwortlichen suchten ihr Heil darob in ähnlicher Maßnahme, was in ihrem Fall – bei allem schuldigen Respekt – gegen eine gnadenlose SC-Riege zu einem spielerischen Hurzel-Purzel führte. Sieben HSG-Treffer in der ersten Hälfte legen beredtes Zeugnis ab.

Teil zwei der Partie begann die HSG mit einer Abwehr, die auf neun Meter vorgezogen agierte. Ganz selbstverständlich reagierten die Korberinnen, wie es sich dagegen gehört. Die Außenspielerinnen Sandra Staiger, Anja Itterheim, Hanna Hojczyk und Jessi Krug sorgten einlaufend für Unordnung in der HSG-Abwehr, am und vorm Kreis rackerten Melanie Cyklarz und Hanna Fenske den Platz frei für die Kolleginnen aus dem Rückraum.

Auch aufs Auflösen des HSG-Angriffs ins 4:2-System mit den zwei Kreisläuferinnen hatten Jürgen Krause und seine Spielerinnen die passende Antwort parat: Enge Deckung gegen die beiden verbleibenden Rückraumspielerinnen. Mit der Konsequenz, dass sich die HSG hurtig wieder ins klassische 3:3 verkroch.

Zählbarer Erfolg war den Gastgeberinnen indes auch dadurch nicht beschieden. Beim 23:11 gut zehn Minuten vor Spielende war der Spielausgang besprochen. Dass die Korberinnen letztlich mit „nur“ sechs Treffern Vorsprung in den Sieges-Hafen einliefen, verantwortet eine Mélange an Gründen: Ein bisschen weniger Druck im Angriff, ein bisschen weniger Biss in der Abwehr und ein Portiönchen Pfeifen-Schwurbel des Schiri-Duos. Dennoch gibt’s auch aus der Rest-Spielzeit Rühmliches zu berichten: Jessica Krug war auf Korber Seite doch noch mit einem Strafwurf erfolgreich und Steffi Ege durfte sich im Tor bewähren.

Fazit: Den Abwehr-Freaks unter den Handball-Freunden wurde wieder einmal bestätigt, dass Spiele aus der Verteidigung heraus gewonnen werden. Und die Tatsache, dass sich alle Feldspielerinnen mit Torerfolgen auszeichneten, belegt die Korber Stärke als Mannschaft.

SC Korb: Lena Wolf, Steffi Ege; Sandra Staiger (2), Anja Itterheim (2), Jessica Krug (2/1), Lea Gruber (7), Vildana Halilovic (2), Caren Hammer (3), Melanie Cyklarz (1), Jessica Cyklarz (2), Hanna Hojczyk (4), Hanna Fenske (1).

08.03.2015 WSG Eningen/Pfullingen - SC Korb 23:21 (13:9)

Korb patzt in Pfullingen

(aku)  Die Korber Handballfrauen habens zur Zeit nicht mit der Chancenverwertung. Gegen die WSG Eningen-Pfullingen traf der Tabellenführer erneut das Tor nicht und musste beim 23:21 die Punkte auf der Alb lassen.

 

"Diese Niederlage regt mich auf, denn Sie war vermeidbar." SC-Trainer Jürgen Krause war sichtlich erregt nach dem Spiel. Seine Mannschaft wollte gegen Pfullingen die richtige Anwort auf die erste Saisonniederlage gegen Mannheim eine Woche zuvor geben. Doch gegen die WSG, die sich bereits beim 24:21 in der Ballspielhalle als zäher Gegner erwiesen hatte, setzte sich die Korber Torflaute fort. Über die Hälfte aller Torchancen landeten an Pfosten und Latte oder wurden Beute von Manu Röpnack im Pfullinger Tor.

 

Chancen gab es also genug für den Tabellenführer, doch ohne die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor waren sie nichts wert. Dabei zeigten die Remstälerinnen nach der Pause eine fantastische kämpferische Leistung und standen in der Abwehr stabil.

Nach mäßigem Start (0:2 /6. Minute) schloss Melanie Cyklarz einen herrlich gespielten Konter zum 3:3-Ausgleich ab und die Korber Anhänger atmeten auf. Als Vildana Halilovic kraftvoll zum 7:5 für Korb in der 14. Minute nachlegte, schien die erste Niederlage vergessen. Doch drei Pfostentreffer und zwei vergebene Hochkarätige nutzten die Gastgeberinnen zum Ausgleich. Korb agierte verunsichert und zögerlich, dazu kam Pech, als der Ball mehrmals vom Block zum Geger sprang und zum Tor wurde. Beim Wechsel lag Korb 9:13 hinten.

 

Als sich Caren Hammer in der 32. Spielminute durch Pfullingens Abwehr tankte, war klar, dass der Tabellenführer nicht ohne Punkte auf der Alb abreisen wollte Die eingewechselte Stefi Ege im SC-Tor schickte zweimal Jessica Cyklarz mit einem weiten Pass und Korb rückte auf 16:13 heran. Die Partie wurde ruppiger und die Schiedsrichter schickten zu Recht oder nicht, das blieb beiderseits umstritten, Spielerinnen auf die Bank. Pfullingen mit dem mittlerweile 18:13-Vorspung im Rücken konnte dies leichter nehmen.

Der Tabellenführer rackerte unermüdlich weiter, kam bis auf drei oder zwei Treffer heran, brachte sich jedoch selbst um den Lohn mit Ballverlusten, technischen Fehlern oder Würfen, mit bei denen sich die WSG-Keeperin Applaus verdienen konnte und die Partie beim 20:16 in der 48. für die Gastgeberinnen fast entschieden schien. Es folgte ein Siebenmeterfestival, in dem Stefi Ege einmal parierte und Halilovic für Korb die Nerven behielt. Und da war Hanna Hojzcyk, die sich akrobatisch einen Ege-Pass angelte und den 20:19-Anschluss im Tor versenkte.

Korb war zurück, um sich postwendend eigenhändig rauszukicken. Selbst beim 23:21 nur 30 Sekunden vor Schluss war der Punktgewinn bei zwei Kontern noch zum Greifen nah. Doch Manu Röpnack im Pfullinger Tor hielt  und avancierte für ihr Team zur Matchwinnerin.

 

SC Korb: Lena Wolf, Stefi Ege, Anja Itterheim, Jessica Krug (1), Lea Gruber (2), Vildana Halilovic (8/4) Caren Hammer (3), Melanie Cyklarz (1), Jessica Cyklarz (4), Hanna Hojczyk (2), Hanna Fenske 

28.02.2015 SC Korb – HSG Mannheim 19:25

Erste Niederlage für Korb

(aku) "Wir hätten heute noch zwei Stunden spielen können und doch nicht mehr gewonnen". Selbstkritisch und realistisch reflektierten Spielerinnen und Trainer die erste Niederlage der Saison. Gegen die HSG Mannheim brachte Korb nicht seine gewohnte Angriffsleistung aufs Feld und verlor verdient mit 19:25.  Da half auch eine gute kämpferische Einstellung in der zweiten Halbzeit nichts. Wer das Tor nicht trifft, geht nicht als Sieger vom Feld.

Ein kompletter Kader bedeutet nicht automatisch Bestleistung. Das mussten die Korberinnen schmerzhaft erfahren. Trotz Personalsorgen Anfang Februar hatte der Tabellenführer eine Englische Woche mit drei Siegen gerockt, doch jetzt war ihm in Bestbesetzung die zweiwöchige Spielpause spürbar. Er kam nur schleppend ins Spiel. Da traf es sich gut, dass die Quadratstädter ihr flottes Angriffspiel zunächst immer neben dem Tor abschlossen. Beim 4:2, zwei Treffer durch Sandra Staiger, in der immerhin schon 10. Minute schnurrten die Korber Fans beruhigt. Und auch die 10:7-Führung, die die Gäste in der 21. Minute herausspielten, war kein wirklicher Grund zu Korber Besorgnis. "Die Mädels schaffen das, die bessere Physis wird nach der Pause den Ausschlag geben", so der Tenor. Eine durchaus begründete Annahme, denn Korb war nicht nur in der ersten Hälfte die präsentere Mannschaft. Dass dieser Rückstand bis zum Abpfiff bestehen bleiben sollte, ahnte da noch keiner. Zwischen der 18. und 30. Spielminute traf Korb nur einmal - per Siebenmeter durch Vildana Halilovic (8:10). 

Auch nach dem 8:11 zur Pause, hielt die Torflaute an. Zunächst auf beiden Seiten. Aber der Oberligaspitzenreiter sollte es mit zunehmender Spieldauer nicht schaffen, den Ball im anderen Tor unterzubringen. Vor der gegnerischen Defensive scheuten die Korberinnen wie ein kraftvoll herangaloppierendes Pferd vor dem Oxer. Statt draufzugehn, wurde abgedreht oder abgespielt. Während Mannheim mit dem Vorsprung im Rücken immer selbstbewusster agierte, war dem SC zunehmende Verunsicherung anzumerken. Es häuften sich jetzt auch  Fehler in der Defensive. Torfrau Stefanie Ege bügelte diese mehrmals aus. Lea Gruber traf zum 11:15-Anschluss (41.). Das alles blieb Makulatur. Auf sieben Tore wuchs der Mannheimer Vorsprung beim 13:20 in der 45. Minute. Jürgen Krause nahm die Auszeit und ordnete zunächst eine enge Deckung gegen die achtfache Torschützin Henrike Frick an, kurz darauf eine zweite gegen Nathalie Schützdeller (ebenfalls acht Treffer). Das entschärfte den Gegner, brachte Ballgewinne und einfache Tore durch Halilovic (14:20/15:20 per Siebenmeter) und Caren Hammer (16:20). Krause schöpfte das taktische Reservoir weiter aus und spielte in den fünf Schlussminuten eine komplett offensive Abwehr. Die 19:25-Niederlage konnten die Maßnahmen aber nicht mehr abwenden. 

Mannheim feiert den Sieg überschwänglich. Ein Fan konnte dem etwas Positives abgewinnen: "Das musst du dir auch erstmal erarbeiten, dass ein Sieg gegen Korb so dermaßen gefeiert wird."

Für Jürgen Krause, SC-Coach, war die erste Niederlage der Saison kein Beinbruch."Wir waren heute schlechter als der Gegner. 19 Treffer sind zuwenig. Schade, dass es uns zuhause erwischt hat. Jetzt können wir Stärke zeigen, indem wir mit der Niederlage richtig umgehen."

Jeanette Ullrich, Trainerin der HSG, sah ihr Team beflügelt von der Siegeserie der letzten Wochen. "Wir wussten, dass wir trotz Personalsorgen, eine super Motivation haben und gegen den Tabellenführer etwas möglich ist."

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege; Anja Itterheim (1), Sandra Staiger (2), Jessica Krug, Lea Gruber (3), Vildana Halilovic (7/4), Melanie Cyklarz, Jessica Cylarz (2), Hanna Fenske (1), Hanna Hojczyk (1), Caren Hammer (3).

 

Bilder Walter Dutt

12.02.2015 SC Korb – TV Nellingen 2 37:18 (20:8)

Korb geht der Saft nicht aus

(aku) Die Korber Oberligafrauen beenden ihre Englische Woche mit dem dritten Sieg und schicken Schlusslicht Nellingen mit einer 37:18- Packung zurück auf die Fildern. Ergebnis und Spielverlauf waren vorhersehbar. Nellingen, das bisher nur ein Spiel gewinnen konnte, war dem Tabellenführer nie gewachsen. Hanna Hojczyk verdiente sich bei ihren neun Treffern nicht nur einen Szenenapplaus.

Drei Spiele in sechs Tagen – ein Mammutprogramm liegt hinter den Korberinnen. Und ausgerechnet in dieser Phase stand SC-Coach Jürgen Krause wegen Krankheit und Verletzung nur ein dezimierter Kader zur Verfügung. Der Mannschaft, also denen, die spielen konnten, wurde in den letzten Tagen viel abverlangt. Umso höher sind die Erfolge gegen Wernau, Möglingen im Pokal und Nellingen einzuschätzen.

Gerade drei Auswechselspielerinnen hatte Krause am Donnerstagabend auf der Bank, und nach dem Ausfall von Jessica Krug zu Beginn der zweiten Halbzeit, warens derer nur noch zwei. Caren Hammer konnte zudem nur in der Abwehr spielen. Dennoch gab Korb wie immer Gas und als Hanna Hojczyk für ihre angeschlagene Kollegin Hammer beim 5:3 auf die halblinken Rechtraumposition rückte, gings erst richtig los. Drei Tore in wenig mehr als einer Minute, zwei Vorlagen für Anja Itterheim und es stand 11:3. Hojczyk machte bis zur Pause das halbe Dutzend voll, beim 20:8 nach 30 Minuten war eigentlich alles gesagt.

Wer hoch führt, lässt es etwas lockerer angehen. Im zweiten Durchgang hielt Korb das Tempo zwar hoch, die Fehlerquote war es aber auch. Nellingen konnte punkten, weil Korb es zuließ. Publikum und Trainer nahmen es gelassen, weils immer wieder ein Zuckerle gab von Hojczyk, die ihre Gegenspielerin schwindelig spielte und Hanna Fenske sich von der teils unbeholfen agierenden gegnerischen Abwehr nicht aufhalten ließ. 28:14 - und plötzlich war der Oberligaspitzenreiter wieder in der Spur, konterte das Filderteam lehrbuchmäßig aus. Fünf Korberinnen in der Vorwärtsbewegung gegen drei Nellingerinnen im Rückwärtsgang begeisterten die an einem Donnerstagabend erstaunlich gut besuchte Ballspielhalle.

Der Akku schien auch nach einer Englischen Woche nicht leer zu sein. Selbst Trainer Jürgen Krause war überrascht, dass seine Mannschaft noch so nach vorne ging und Druck machen konnte. Vielleicht liegts aber auch daran, dass Handballer/innen unter der Woche besonders gerne spielen, anstatt zu trainieren.

Achso: Die Partie endete 37:18. So viel Ordnung muss sein.

SC Korb: Lena Wolf, Stephanie Ege, Caren Hammer (5/5), Anja Itterheim (5), Jessica Cyklarz (3), Melanie Cyklarz (4), Hanna Fenske (6), Hanna Hojczyk (9), Sandra Staiger, Jessica Krug (2), Lea Gruber (3)

Bilder Veit Hoffmann

Bilder Walter Dutt

12.02.2015 Vorbericht ZVW - Pokal und Nachholspiel: SC Korb (1. Platz, 30:2 Punkte) – TV Nellingen II (14. Platz, 3:27 Punkte)
Bild: Steinemann

ZVW REMS-MURR-SPORT

Korb steht im Final-Turnier

Sieg im Verbandspokal beim TV Möglingen mit 26:24 / Nachholspiel in Oberliga

(aku/sch) In der vierten Runde des Verbandspokals haben die Handballerinnen des SC Korb den Favoriten geknackt. Das Team gewann beim Drittligisten TV Möglingen mit 26:24 (12:11).

Dank einer grandiosen kämpferischen Leistung und Torhüterin Lena Wolf machte der personell geschwächte Oberliga-Tabellenführer den Einzug ins Final-Four-Turnier perfekt. Die nächste Partie, die letzte in der englischen Woche, bestreitet der SC bereits am Donnerstagabend. Zu Gast im Nachholspiel ist der Tabellenletzte TV Nellingen II.

Nur 48 Stunden nach dem Punktspielerfolg gegen Wernau (26:24) hatten die Korberinnen im HVW-Pokal antreten müssen. Die Hürde war hoch: Drittligist Möglingen hat in der Liga einen Lauf. Erneut hatte SC-Trainer Jürgen Krause nur wenige Spielerinnen zu Verfügung. Ann-Kathrin Heil (Knochenhautentzündung), Melanie Cyklarz (krank) und Vildana Halilovic (Knieprobleme) fehlten, die angeschlagene Anja Itterheim spielte nur fünf Minuten.

Die erste Hälfte gehört dennoch Korb. Jessica Krug egalisierte mit einem Doppelpack die 2:0-Führung der Gastgeberinnen und sorgte für das 4:2 aus Korber Sicht. Der SC führte bis zur Pause (12:11). Nach dem Wechsel kippte das Spiel kurz. Möglingen erspielte sich das 17:15 (41.). Aber nur sieben Minuten später zeigte die Anzeigentafel wieder 20:18 für Korb.

Beim 25:23 aus Korber Sicht musste der SC nochmals in die Unterzahl, doch auch diese brenzlige Situation in der Schlussphase meisterte die Mannschaft willensstark. Sie feierte einen 26:24-Erfolg und zog ins Final-Four-Pokalturnier ein.

SC Korb: Wolf, Ege; Krug (4), Hammer (8), Staiger (2), Fenske (1), Gruber (6), Hojczyk (3), J. Cyklarz (2)

 

Baden-Württemberg-Oberliga, Nachholspiel: SC Korb (1. Platz, 30:2 Punkte) – TV Nellingen II (14. Platz, 3:27 Punkte; Donnerstag 20 Uhr). Trotz großer personeller Probleme hat Korb die ersten beiden Spiele in der englischen Woche gut gemeistert: 26:24 beim HC Wernau, 26:24 im Pokal beim TV Möglingen. SC-Coach Jürgen Krause war sehr zufrieden. Zwar sei es spielerisch nicht optimal gewesen. „Aber mit der dezimierten Mannschaft war es eine super Leistung.“ Gerade einmal sieben Spielerinnen hatte Krause im Pokalspiel gegen den Drittligisten zur Verfügung.

Am Donnerstag wird der SC mit derselben Mannschaft antreten, die Personalprobleme bleiben bestehen. Dennoch ist Korb als Spitzenreiter, der noch nicht verloren hat, freilich deutlicher Favorit im Nachholspiel gegen den TV Nellingen. „Es zählt nur der Sieg, egal, wie wir spielen“, sagt Krause. „Und dann haben wir zwei Wochenenden frei. Das können wir gut gebrauchen.“ SC-Trainer Jürgen Krause fordert einen Sieg im Nachholspiel.


10.02.2015 3. Runde HVW-Pokal TV Möglingen - SC Korb 24:26

(aku) In der 4. Runde des HVW-Pokal knacken die Korber Frauen den Favoriten und gewinnen beim Drittligisten TV Möglingen mit 26:24. Dank einer grandiosen kämpferischen Mannschaftsleistung und einer Torhüterin Lena Wolf in Topform macht der Oberliga-Tabellenführer den Einzug ins Final-Four des HVW-Pokalwettbewerbs perfekt.

Nur 48 Stunden nach dem Punktspielerfolg gegen Wernau mussten die Korberinnen im HVW-Pokal ran. Die Hürde war hoch. Drittligist Möglingen hatte in der Liga einen Lauf.

Erneut musste sich Trainer Jürgen Krause mit Auswechslungen einschränken. Die erste Halbzeit gehört dennoch seiner Mannschaft. Jessica Krug egalisierte mit einem Doppelpack die 2:0 Führung der Gastgeberinnen und leitete mit dem 4:2 aus Korber Sicht die permamente SC-Führung bis zum 12.11-Pausenstand ein.  

Nach dem Wechsel kippte das Spiel kurzzeitig. Möglingen erspielte sich in der 41. Minute die 17:15-Führung.  Aber nur sieben Minuten später zeigte die Anzeigentafel wieder 20:18 für Korb. Hanna Hojczyk verwertete zwei Konter sicher, Caren Hammer brachte den Tabellenführer mit dem 23:18 vorzeitig auf die Siegerstraße.  Beim 25:23 aus Kober Sicht musste der SC nochmals in die Unterzahl, doch auch diese brenzlige Situation in der Schlussphase meisterte Korb willensstark. Wir sagen "Herzlichen Glückwunsch" zum 26:24-Erfolg und Einzug ins Pokal-FinalFour.

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege, Jessica Krug (4), Caren Hammer (8), Sandra Staiger (2), Hanna Fenske (1), Lea Gruber (6), Hanna Hojczyk (3), Jessica Cyklarz (2), Melanie Cyklarz, Ann-Katrin Heil



Augenzeugenbericht von Veit Hoffmann:

Bei Handball, so steht’s in den einschlägigen Fibeln nachzulesen, handelt es sich um einen Mannschaftssport. Die eine spielt gegen die andere und in der Regel gewinnt die bessere. So war’s denn auch beim Pokalspiel der Korber Frauen beim klassenhöheren TV Möglingen. Der ausgeprägtere Mannschaftsgeist gab den Ausschlag. In nüchternen Zahlen ausgedrückt: Oberligist SC Korb besiegte den Drittligisten Möglingen in dessen eigener Halle mit 26:24.

Der Spiel-Film in Kürze: Möglingen legte vor, Korb glich aus, Korb zog weg, Möglingen kam ran. Bis auf ein Tor zur Halbzeit. Ein ähnliches Drehbuch ward auch für Hälfte zwei geschrieben: Möglingen glich aus, zog auf bis zu vier Tore davon, Korb holte auf, glich aus, legte seinerseits vier Treffer vor und gewann.

Was sich eher banal liest, verrät indes nichts vom Einsatz, mit dem sich der verletzungs- und krankheitsbelastete Korber Schrumpfkader in die Begegnung warf. Dort, wo Handball gearbeitet werden muss, in der Abwehr also, rackerten die Feldspielerinnen und Torhüterin als gäb’s kein Morgen. Ob im Spiel Frau gegen Frau, im Verbund oder beim Block – die Botschaft an den Möglinger Angriff war eindeutig: Ungestreift kommt hier niemand vorbei.

Etwas launischer präsentierten sich die Korberinnen dagegen im Spiel nach vorne. Mal zeugten die Torerfolge von Spielvermögen und Handballintelligenz, mal wurde der Ball eher leichtfertig verdaddelt. Aber zu keinem Zeitpunkt ließen sich die Korberinnen hängen. Die Fehler dienten dazu, ausgebügelt zu werden.

Damit zurück zum Stichwort Mannschaft. Jede Spielerin brachte sich ein ins Ganze, Jede half Jeder und zeitweilige Unpässlichkeiten mündeten nicht in Vorwürfen sondern in Aufmunterung. Die Flucht in Einzelaktionen blieb Möglinger Sache. Auf Korber Seite dominierte der Team-Spirit.

Wobei sich dabei auch die nicht unbedingt branchen-übliche Vorgabe des Korber Trainers Jürgen Krause auszahlte: Eine Spielerin, die eine Position spielen kann, ist ihm eben eine Spielerin. Eine Spielerin, die sich variabel einsetzen lässt, wird zu guten und wertvollen Spielerin. Und davon verfügen die Korber Frauen über viele. Ums exakt zu sagen: Über genau eine Mannschaft voll.

08.02.2015 HC Wernau - SC Korb 24:26 (11:13)

(aku) "Wenn du oben stehst, gewinnst du solche Spiele", kommentierte nach dem Schlusspfiff ein Korber Fan den 26:24-Erfolg des SC Korb gegen den HC Wernau und zitierte eine wissenschaftlich unbewiesene, aber immer wieder erlebte Erfahrung im sportlichen Wettbewerb.

Es war die erwartet schwere Auswärtspartie für den Tabellenführer gegen eine Mannschaft, die man am 2. Weihnachtsfeiertag in der Porsche-Arena noch aus er Halle gefegt hatte. Der um den Klassenerhalt ringende HC hatte unter neuem Trainer und mit der Rückkehr von Maike Brückmann und Neuzugang Silke Heimburger (VfL Waiblingen) zuletzt eine Sigesserie hingelegt und bot dem Tabellenführer über 60 Minuten Paroli.

Trainer Jürgen Krause musste sich erneut personell einschränken. Anja Itterheim war krank, Vildana Halilovic nur eingeschränkt einsatzbereit. Die Partie verlief anfangs ausgeglichen, Hauptdarsteller waren Pfosten und Latte. Korb konnte über das schnelle Spiel aus der Abwehr nach vorn punkten, hatte aber Mühe, Wernaus clevere Kreisanspiele zu unterbinden. Das  Rückzugsverhalten indes war vorbildlich, Jessica Cyklarz verhinderte mehrere Konter nach Ballverlusten ihrer Mitspielerinnen.

Im Aufbauspiel der Korber Frauen aber es lief hoprig gegen die gut eingestellte Wernauer Defensive. Es mangelte an Präzision im Zuspiel und im Abschluss. Doch Korb hatte Lea Gruber. Wenns drauf ankam, nahm sie Maß und zirkelte den Ball in die Dreiangel. Die Korber 11:13-Führung zur Pause ging unter anderem auf ihr Konto und war ebenso ein Verdienst von Torhüterin Lena Wolf, die gegen Brückmann aus dem Rückraum und bei Würfen vom Kreis glänzend parierte.  

Nach dem Seitenwechsel konnte sich Korb kurzzeitig auf drei Tore beim 13:16 absetzen. Ein Polster, das sich als wertvoll herausstellen sollte. Die Partie wurde zunehmend härter und emotionaler geführt. Wernau benötigte die Punkte im Abstiegskampf, drängte auf den Ausgleich und spielte volles Risiko. Das erhöhte allerdings auch die Fehlerquote, hundertprozentige Chancen wurden vor dem Tor von Stefanie Ege vergeben.

Doch auch der Tabellenführer ließ gute Torchancen liegen, unter anderem drei Siebenmeter,   und blieb vor der 50. Spielminute sechs Minuten lang ohne Treffer. Die Gasgeberinnen schafften den Anschluss und bis zur 56. Minute wogte die Partie hin und her. Immer wieder war es Lea Gruber, die nach einem Wernauer Tor, postwendend ihr Team auf Abstand hielt. Der kuriose Fehlgriff der Wernauer Torhüterin, die beim 23:21 aus Korber Sicht einen einfachen Abpraller vom Block ins eigene Tor schubbste wurde, bescherte Korb einen Drei-Tore-Vorsprung. Diese Steilvorlage ließ sich der Oberligaspitzenreiter natürlich nicht entgehen und fuhr den 26:24-Erfolg sicher nach Hause.

Jürgen Krause war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Es war heute gar nicht einfach. Mit Brückmann und Heimburger hat Wernau unheimlich Druck gemacht und uns richtig gefordert.“

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege; Caren Hammer (5/2), Lea Gruber (10), Vildana Halilovic (2/1), Sandra Staiger, Hanna Hojczyk, Jessica Krug (1), Jessica Cyklarz (4), Melanie Cyklarz (2), Melanie Scheifele, Hanna Fenske (2)

Bilder Walter Dutt

08.02.2015 Vorbericht ZVW - HC Wernau (12. Platz, 10:22 Punkte) – SC Korb (1. Platz, 28:2 Punkte; Sonntag, 17 Uhr)

ZVW REMS-MURR-SPORT

Englische Woche für SC Korb

(twa/sch) Die Handballerinnen des SC Korb sind gefordert: Der Tabellenführer der Baden-Württemberg-Oberliga steht vor drei Spielen binnen fünf Tagen. 

Auch ohne Lea Gruber, Vildana Halilovic und Hanna Hojczyk hatte der SC Korb in Ottersweier keinerlei Probleme, siegte souverän mit 29:20. „Das hat die Mannschaft hervorragend gemacht, dafür muss ich ihr ein großes Lob zollen“, sagt der Korber Trainer Jürgen Krause. Dass es nicht immer so einfach ist gegen vermeintlich schwächere Gegner, bekam ein Aufstiegskonkurrent am jüngsten Spieltag zu spüren: Die HSG St. Leon/Relingen unterlag völlig unerwartet in eigener Halle dem TV Lahr mit 25:30. „Das Ergebnis relativiert unseren knappen 20:19-Sieg in Lahr“, sagt Krause. „Und uns kann’s natürlich recht sein.

Möglicherweise haben die Reilingerinnen den Kontrahenten unterschätzt. Könnte dem SC am Sonntag Ähnliches widerfahren, schließlich geht’s zum Drittletzten HC Wernau? Im Hinspiel fegten die Korberinnen den HC am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 34:13 aus der Porsche-Arena. Allerdings hat sich seitdem einiges getan beim Korber Gegner. Mit Robert Schenker kam ein neuer Trainer, auch der Kader wurde verstärkt: Neu dabei sind die Torhüterin Sofia Geiß sowie die Rückraumspielerinnen Carmen Preischl und Silke Heimburger (Ex-SG Waiblingen). Mit Maike Brückmann, die im Hinspiel fehlte, wird eine weitere ehemalige, routinierte Waiblingerin auf dem Feld stehen.

Die Veränderungen scheinen sich auszuzahlen. Nach 3:1 Punkten beträgt der Abstand aufs rettende Ufer nur noch drei Zähler. „Wernau wird alles daransetzen, den Rückstand aufzuholen“, sagt Krause. Sein Team sei dennoch in der Favoritenrolle und werde damit auch zurechtkommen.

Außer den Langzeitausfällen Petra Feucht und Vanessa Nagler hat der Trainer sein komplettes Team beisammen – und das braucht er auch bei dem Programm, das in den nächsten fünf Tagen ansteht: Nach dem Wernau-Spiel geht’s am Dienstag beim Drittligisten TV Möglingen um den Einzug ins Halbfinale des Verbandspokals. Am Donnerstag sollen in der Ballspielhalle gegen den Tabellenletzten TV Nellingen II die nächsten Punkte eingefahren werden.

 

 

31.01.2015 SC Korb - TS Ottersweier 29:20 (17:9)

(aku) Die Korber Oberligafrauen ziehen weiter ihre Kreise. Bereits zur Halbzeit bog der Tabellenführer gegen den TV Ottersweier mit einem Acht-Tore-Vorsprung (17:9) auf die Siegerstraße ein und bestätigte beim ungefährdeten und deutlichen 29:20-Endstand seine Favoritenrolle und Aufstiegsambitionen.

Trainer Jürgen Kraueses Sorge, das Fehlen der Youngster Lea Gruber, Vildana Halilovic und Hanna Hoycik, die in der Jugendbundesliga für Remshalden im Einsatz waren, könnte den SC schwächen, erwies sich als unbegründet. Ebensowenig fiel ins Gewicht, dass einige Spielerinnen grippegeschwächt in die Partie gingen. Die bewährten Kräfte, die einst den Aufstieg in die Oberliga rockten, und die beiden engagierte Nachrücker aus der zweiten Mannschaft, Melanie Scheifele und Ann-Katrin Heil, waren den Gästen aus dem Badischen in allen Belangen überlegen. "Wir konnten heute die schwierige personelle Ausgangsposition mit viel persönlichem Einsatz wettmachen", lobte Krause sein Team. Dabei empfahl sich nicht das erste Mal die siebenfache Torschützin Caren Hammer als Managerin der Defensive und unermüdliche Antreiberin im Aufbauspiel. Ebenso überzeugte Jessica Cyklarz auf der Mitte mit ihrer unaufgeregten, aber äußerst effektiven Spielweise und dem richtigen Timing.

Zunächst musste jedoch beide mitansehen, wie Ottersweier aus dem Rückraum - und das war über 60 Minuten auch der einzige Weg zum Tor, der sich den Gästen erschloss - ohne Gegenwehr erfolgreich sein konnte. Erst nach zehn Minuten hatte Korb die Halbpositionen besser im Griff und fand dazu im Angriff das passende Rezept gegen die Gäste mit Gardemaß. Mit schnellen Pässen und viel Geduld erspielte sich Korb seine Chancen. Und wieder war es von Vorteil, dass Krauses Damen trainiert haben, jede Position spielen zu können. Jessica Krug und Sandra Staiger suchten den Weg von Rechtsaußen in die Mitte.
Melanie Cyklarz vertrat Schwester Jessica auf der Mittelposition, wenn diese eine Erholungspause einlegen sollte. Hanna Fenske fühlte sich auf Halbrechts und am Kreis gleichermaßen wohl. Die klare 17:9-Vorentscheidung zur Pause war nur konsequent.

Nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer wenig spielerischen Glanz. Ottersweier leistete sich viele technische Fehler, bei Korb wechselten sich zwischen der 40. und 50. Minute Abspielfehler und Szenenapplaus für gelungene Aktionen ab, wie im April das Wetter. Stefanie Ege im Korber Tor hatte mehr Gelegenheit sich auszuzeichnen, als ihr vielleicht lieb sein konnte. Ihre Abwehr, die sich sonst wieder einmal beste Noten verdiente, hatte einige Abstimmungsprobleme. Mit zwei gehaltenen Siebenmetern und mehrerern Glanzparaden bei sogenannten Freien hielt Ege die Gäste nicht nur in dieser Phase auf Distanz.
Vielleicht sollte man die Verhältnisse noch kurz ins rechte Licht rücken. Ottersweier spielt nicht im Konzert der Vorderen und hatte sich in der Vorschau auf der vereinseigenen Homepage auch nicht viel ausgerechnet. Aber die Badenerinnen ringen im Abstiegskampf um jeden Punkt und hofften auf ein kleines Wunder. So gesehen ist der deutliche Korber 29:20- Sieg ein Erfolg, nichtzuletzt weil sich der Tabellenführer nach der Torflaute in Lahr wieder in gewohnte Sphären schoß. Dass die 30 nicht voll wurden grämte Krause nicht, im Gegenteil, es schonte seinen Geldbeutel ;-)

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege; Caren Hammer (7/3), Sandra Staiger (3), Melanie Cyklarz (3), Jessica Cyklarz (2), Jessica Krug (4/1), Hanna Fenske (4), Ann-Katrin Heil (1), Melanie Scheifele (4)

Bilder Walter Dutt

30.01.2015 Vorbericht ZVW - SC Korb (1. Platz, 26:2 Punkte) – TS Ottersweier (10. Platz, 11:21 Punkte/Samstag, 18.30 Uhr)

Nicht ganz so rund gelaufen ist es für den Tabellenführer SC Korb im ersten Spiel in diesem Kalenderjahr. Trotzdem
hatte der SC in Lahr mit 20:19 knapp das bessere Ende für sich und hielt seinen Vorsprung von sechs Minuspunkten auf die Verfolger.

Ein bisschen sauer ist der Korber Trainer dennoch – nicht indes auf seine Spielerinnen, sondern vielmehr auf die Verantwortlichen des kommenden Gegners. Die A-Jugendlichen Lea Gruber, Vildana Halilovic und Hanna Hojcyk sind am Wochenende mit der SV Remshalden in der A-Jugend-Bundesliga im Einsatz. Der SC wollte die Partie verlegen, doch die TS Ottersweier stimmte nicht zu. Wenn’s ganz schlecht läuft, hat Krause nur noch eine Auswechselspielerin zur Verfügung. Außer der Langzeitverletzten Vanessa Nagler wird auch Petra Feucht sicher nicht mitspielen können. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Hanna Fenske und Anja Itterheim, die erkrankt sind. „Ich hoffe, wir kriegen die beiden bis Sonntag einigermaßen hin“, sagt Krause. „Unser Gefüge ist jedenfalls ziemlich durcheinander, wir pfeifen quasi aus dem letzten Loch.“ Unter diesen schwierigen Voraussetzungen könnte die Aufgabe gegen Ottersweier kniffliger werden als erwartet. „Da müssen wir jetzt irgendwie durch“, so Krause. Nach Ottersweier warten mit Wernau und Nellingen II weitere Mannschaften aus der Abstiegszone. Das heißt, die Korberinnen könnten in den kommenden Wochen einen großen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Zunächst gilt die Konzentration dem Team aus Ottersweier, das mit dem Rücken zur Wand steht – und einen kleinen Vorteil gegenüber den Korberinnen auf ihrer Seite haben dürfte: Das Krause-Team war 2015 erst einmal im Einsatz, Ottersweier gleich viermal – mit unterschiedlichem Erfolg. Zuletzt gab’s ein 27:27 gegen den Drittletzten HC Wernau.

Besonders zu achten gelte es auf die torgefährlichen Kneer-Schwestern, sagt Krause: Iris spielt im linken Rückraum, Gabi am Kreis.

24.01.2015 TV Lahr - SC Korb 19:20 (7:12)

Korb siegt knapp, aber verdient

(aku) Die Korber Frauen sind bei ihrem ersten Auftritt im neuen Jahr mit einem knappen 20:19-Sieg gegen den TV Lahr eher holprig in die Rückrunde gestartet. Der Tabellenführer musste gleich mehrere Ausfälle verkraften und suchte nach der vierwöchigen Winterpause noch seine Spielpraxis. Auf die Abwehr allerdings war Verlass, sowie auf Caren Hammer und Hanna Hojczyk als Vollstreckerinnen.

Die Erkältunsgwelle war auch nach Korb geschwappt. Hanna Fenske, die, so Trainer Jürgen Krause, unter in der Vorbereitung fantastisch trainiert hatte, hütete das Bett, Anja Itterheim fuhr angeschlagen nach Lahr. Sowie auch Torhüterin Lena Wolf, die an einer Fußverletzung laboriert. Bereits mehrere Wochen fehlt Petra Feucht der Mannschaft mit ihren Treffern. Von Gedränge auf der Auswechselbank konnte also keine Rede sein.

Nichtsdestotrotz ließ sich der Tabellenführer nicht beirren, in Lahr die nächsten Punkte einzufahren und seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Nach zunächst ausgeglichenem Beginn setzte sich Korb nach der einzigen Führung der Gastgeberinnen beim 3:4 in der 12. Minute durch einen Doppelpack von Hanna Hojcyk und einen Hattrick von Caren Hammer ab und baute bis zur Pause den Vorsprung zum 12:7 aus.  

Währen die Korber Spielerinnen den Pausentee schlürften, lobte Krause in der Kabine die starke Abwehrleistung und Torhüterin Stefanie Ege. "Sieben Gegentreffer in 30 Minuten, darauf bauen wir auf.". Nicht zufrieden sei er mit der Wurfausbeute. "10 Fehlwürfe, die Quote ist zu hoch."

Welches Getränk die Korberinnen zu sich nahmen ist nicht bekannt, Zielwasser war es jedenfalls nicht. Im zweiten Durchgang "verballerte" (so Krause) der Spitzenreiter hundertprozentige Chancen und geriet selber unter Beschuss. Lahr hatte bereits in der 36. Minute auf 12:15 verkürzt. Krauses folgende Auszeit ging nach hinten los, denn die Gastgeberinnen schafften beim 14:15 und 15:16 zweimal den Anschlusss. Dann legten sie nach dem 17:15 durch Vildana Halilovic in der 47. Minute ihrerseits die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Verkehrte Welt, jetzt profitierte Korb und hatte die Partie mit  Toren von Jessica Krug und zweimal Hanna Hojcyk beim 20:16 fünf Minuten vor Schluss eigentlich entschieden.

Da geht heute noch was gegen den Favoriten, dachte sich wohl der Tabellenachte, der im Abstiegskampf um jeden Punkt ringt und alles nach vorn warf, um den 20:19 Anschluss zu schaffen. Das Glück der Tüchtigen jedoch war den Korbern hold. Mit einer in der Schlussphase herausragenden Stefi Ege im Korber Tor, Cleverness und starken Nerven nahm der Tabellenführer beide Punkte verdient mit nach Hause.  

Jürgen Krause war zufrieden und auch erleichtert. "Wir sind, wie alle Spitzenteams der Liga, schlecht aus der Pause gekommen. Aber, wir haben gewonnen, was angesichts der personellen Vorraussetzungen eine starke Leistung ist."

 

Lena Wolf, Stefanie Ege; Anja Itterheim (3), Caren Hammer (8/2), Vildana Halilovic (1/1), Lea Gruber (1), Jessica Krug (1), Jessica Cyklarz, Melanie Cyklarz, Hanna Hojcyk (6), Melanie Scheifele, Sandra Staiger

26.12.2014 SC Korb - HC Wernau 34:13 (17:6)

Herbstmeister in der Porsche-Arena

(aku) Besser hätten sich Ort und Zeit nicht treffen können: Am zweiten Weihnachtsfeiertag feiern die Frauen des SC Korb in der Porsche-Arena nach dem 34:13-Sieg gegen den HC Wernau die Herbstmeisterschaft in der Oberliga. Nach dem Abpfiff um 17 Uhr gratulierten fast 3000 bereits anwesende Handballfans, die im Anschluss die Topbegegnung der 2. Herren-Bundesliga TV Bittenfeld gegen den SC DHfK Leipzig sehen wollten. Korb unterstreicht mit dem Halbzeittitel seine Ambitionen, am Ende der Saison ganz oben stehen zu wollen. 

Obwohl dem Oberliga-Tabellenführer die Herbstmeisterschaft schon zwei Spieltage zuvor nicht mehr zu nehmen war, war der Auftritt in der Porsche-Arena ein Weihnachtsgutsle besonderen Art. Über 400 Karten hatte der SC Korb im Vorfeld für dieses Spiel verkauft, da war von Beginn an für eine prächtige Kulisse gesorgt. Zudem hatte die Partie Derbycharakter, bei den Entfernungen, die in der BWOL quer durchs Ländle zurückzulegen sind. Zur Porsche-Arena wars für beide Mannschaften nur ein Katzensprung. 

Auf dem Papier ging Korb gegen den Drittletzten und verletzungsgeplagten HC Wernau als klarer Favorit aufs Feld und schnell nach em Anpfiff war klar, dass die folgenden 60 Minuten eine einseitige Sache werden sollten. Obwohl Trainer Jürgen Krause erneut auf Petra Feucht verzichten musste und die ungewohnten Hallendimensionen den Korberinnen kurz leichte Orientierungsprobleme im Abschluss bereitete, hatte der Favorit beim 10:2 seine Pflicht bereits erfüllt. Wer hoffte, es folge die Kür, wurde enttäuscht. Dabei gab es durchaus schöne Treffer von Caren Hammer und Anja Itterheim, die sich zusammen mit Hanna Hojczyk beim Gegenstoß unbarmherzig zeigte. Überaus sind es die Tore aus gerade diesem schnellen Spiel nach vorn, mit dem Korb derzeit die Liga dominiert. Im zweiten Durchgang verlor die Begegnung an Tempo. Korb musste nicht mehr viel tun gegen den chancenlosen HC Wernau und vertrödelte die ersten Minuten, um sich dann ganz zum Gefallen der Fans zum Ende hin wieder auf seine Konterfähigkeiten zu besinnen. Eine bittere Pille musste Korb allerdings schlucken. Lea Gruber verletzte sich am Knie. Die Diagnose steht noch aus. Das 34:13 Ergebnis war vorhersehbar, nicht aber, dass der Herbstmeister mit Abschluss der Hinrunde auch den besten Angriff und die beste Abwehr stellt. Glückwunsch.

SC Korb: Wolf, Ege; Itterheim (4), Halilovic (2), Gruber, Hojczyk (3), Staiger (5), J. Cyklarz (3), M. Cyklarz (5), Hammer (7/2), Fenske (1), Heil (2), Scheifele (1)

16.12.2014 HVW Pokal Runde 3 SC Korb - HSG Deizisau/Denkendorf 26:22

Korb auch im Pokal obenauf

(aku) Dieser Mannschaft scheint die Luft nicht auszugehn. 48 Stunden nach dem kräftezehrenden Punktspiel in Brombach setzten sich die Frauen des SC mit einer energischen Vorstellung im Pokal gegen Ligakonkurrenten Deizisau/Denkendorf durch. Nach einem 10:11-Rückstand zur Pause legte der Oberligaspitzenreiter im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauf, am Ende hieß es 26:22 und eine Runde weiter. 

Das Ergebnis gewinnt nochmals an Bedeutung, in Anbetracht der widrigen Umstände: Caren Hammer und Petra Feucht mussten erneut passen. Melanie Cyklarz ging angeschlagen ins Spiel und konnte mit Nasenbluten ab der 48. Minute nicht mehr weiterspielen. Bereits in der 18. Minute fiel Vildana Halilovic nach einer heftigen Abwehraktion mit Verdacht auf Schleudertrauma aus. 
Trainer Jürgen Krause standen somit noch weniger Spielerinnen zur Verfügung, allen voran fehlten die "gelernten" Rückraumspielerinnen. Aber da war ja noch Lea Gruber, die gegen Deizisau den Turbo einschaltete und ohne sich von der robusten Gästeabwehr einschüchtern zu lassen dorthin ging, wos weh tut. Und zu besten Torschützin wurde. Und da war eine Jessica Cyklarz, die bis auf eine kurze Verschnaufpause durchspielte und wie immer die Richtung vorgab. Da nur zwei Namen zu nennen der Mannschftsleistung nicht gerecht würde: Anja Itterheim und Hanna Hojczyk liefen den Gästen beim Gegenstoß davon. Und das ist deswegen erwähnenswert, weil das Filderteam ein starkes Rückzugsverhalten zeigte.
Auch als im Korber Rückraum Funkstille herrschte, war das Einlaufen der Korber Außenspielerinnen erste Wahl. Itterheim und Sandra Staiger trafen sogar aus der ungewohnten Rückraumposition. 
Lena Wolf und Stephanie Ege, ab der 20. Minute im Tor, waren solider Rückhalt und Ausgangspunkt für das schnelle Spiel nach vorn. Beim 16:13 legt Hanna Fenske herrlich für ihre Namensvetterin Hanna Hoiczyk am Kreis auf, nach Jessica Cyklarz Wembleytor zum 18:16 in der 45. Minute überrumpelt Korb die Gäste mit 21:17 in der 50. Minute. Danach ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen.

Trainer Jürgen Krause brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Wenn die Abwehr steht - und die stand - sind wir mit unserem schnellen Spiel nach vorn unheimlich erfolgreich."
Unheimlich ist es nicht, eher begeisternd. Mut und Risiko wurden nicht immer belohnt. Einige Bälle gingen verloren, einige Angriffe wurden überhastet abgeschlossen. Aber so ist das: Wenns gut geht, begeistern die schnellen Aktionen das Publikum. Wenns schief geht, wars "überhastet". Auch wenn nicht alles immer glatt geht, spürt der Beobachter nie ein Hadern oder Aufgeben. Diese Mannschaft ist hoch engagiert. 

SC Korb: Lena Wolf, Stephanie Ege; Anja Itterheim (4), Sandra Staiger (2), Lea Gruber (7), Vildana Halilovic (2), Hanna Hojczyk (7/1), Jesica Cyklarz (3/1), Hanna Fenske (1), Melanie Cyklarz

Bilder Walter Dutt

13.12.2014 TV Brombach - SC Korb 23:23 (12:11)

Korb steckt Ausfälle weg und holt Punkt

(aku) Die Hiobsbotschaft erreichte Trainer Jürgen Krause zwei Stunden vor der Abfahrt. Caren Hammer und Petra Feucht mussten das Bett hüten und fielen für das schwere Auswärtsspiel beim TV Brombach aus. Dennoch holten die Frauen des SC Korb beim 23:23-Unentschieden einen Punkt beim Tabellenfünften und bleiben weiterhin als einziges Team in der Oberliga ungeschlagen. 

Der Schock saß zunächst tief beim Tabellenführer. Ohne die beiden Leistungssträgerinnen Feucht und Hammer, die zudem regelmäßig für mindestens zehn Tore gut sind, musste man in den südwestlichsten Zipfel der Republik reisen. Der TV Brombach mit seiner robusten Spielweise und Topscorerin Sabrina Gruber galt selbst für ein Korb in Bestbesetzung als Herausforderung. "Wenn man mir heute bei der Abfahrt gesagt hätte, wir holen einen Punkt, dann wäre ich sehr skeptisch gewesen", gestand Krause nach dem Spiel, zumal seine Mannschaft zu Beginn einen katastrophalen Fehlstart hinlegte. Nach dem 1:1-Ausgleich wurde das verunsicherte Korber Team bis zum 1:7 in der 10. Minute förmlich überrollt. Krause zog die Notbremse und betätigte sich erfolgreich als Psychologe. Die Angst war verflogen, der Tabellenführer blies zur Aufholjagd und beim 11:12 zur Pause hatte sich Korb eindrucksvoll zurückgemeldet. 

Nach dem Wechsel spielte der SC dann in bekannter Manier perfekt seine erste und zweite Welle. Mit brillianten Pässen bediente die erneut starke Lena Wolf im Tor Anja Itterheim und Hanna Hojcziyk beim Gegenstoß, Jessica Cyklarz zog die Fäden im Rückraum und die fünffache Torschützin Vildana Halilovic und Lea Gruber vetraten die fehlenden Kolleginnen als Vollstreckerinnen. Hinten blieb Korb zehn Minuten ohne Gegentreffer, 17:12 stand es in der 40. Minute. Auch die kurze Deckung gegen Gruber und die Zeitstrafe gegen Jessica Cyklarz brachten Korb nicht aus dem Konzept, das in dieser Phase spielerisch und vor allem kämpferisch überzeugte. Beim 18:14 hielt die eingewechselte Stephanie Ege einen wichtigen Siebenmeter, zog kurz darauf gegen Brombachs auffälligste Akteurin Edina Hostyanski beim Treffer zum 18:20 allerdings den Kürzeren. Zwei Zeitstrafen gegen Itterheim und Jessica Cyklarz drei Minuten vor dem Ende waren, so Krause, dann der Knackpunkt.  
Die bis dahin unauffällige Sabrina Gruber nutzte clever die Gelegenheit zum Brombacher Anschlusstreffer und erzielte kurz vor dem Abfiff den 23:23-Ausgleich. Für Krause wars ein gewonnener Punkt. " Am Ende hat uns das Quäntchen Glück und die Cleverness gefehlt. In der doppelten Unterzahl haben wir die Routiniers vermisst. Aber ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft, vor allem die jungen Spielerinnen, die die schwere Aufgabe heute mit Bravour gemeistert haben. Die Moral war fantastisch."

3. Runde HVW Pokal, SC Korb - HSG Deizisau/Denkendorf, Dienstag, 20 Uhr. Gegen den Ligakonkurrenten tat sich Korb im Punktspiel zuhause schwer. Und der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Zudem müsse man erstmal schaun, wer überhaupt fit ist am Dienstag, so Krause. "Die Aufstellung steht in den Sternen und wird von den Ärzten entschieden." 

SC Korb: Lena Wolf, Stephanie Ege; Sandra Staiger (3), Anja Itterheim (4), Melanie Scheifele, Lea Gruber (3), Vildana Halilovic (5/2), Melanie Cyklarz (2), Jessica Cyklarz (4), Hanna Hojcziyk (1), Hanna Fenske (1/1)

08.12.2014 Frauen 1 schaffens in die "Handballwoche", Europas größte Handball-Zeitschrift
06.12.2014 SC Korb - TuS Steißlingen 37:18 (14:10)

Korb macht seine Hausaufgaben

(aku) Es muss nicht immer Vollgas sein. Die Oberliga Frauen des SC Korb spielten gegen die Gäste vom Bodensee unspektakulär und gewannen dennoch souverän mit 37:18. Wieder einmal trafen alle Feldspielerinnen, Anja Itterheim und Caren Hammer waren mit jeweils sieben Treffern besonders gut aufgelegt beim Toreschießen. 

Nach drei Topspielen gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel war mit dem TuS Steißlingen eine Mannschaft mit zweistelligem Tabellenplatz beim Tabellenführer zu Gast. Obwohl Trainer Jürgen Krause im Vorfeld angesichts der Ausgangssituation vor Lässigkeiten warnte, leistete sich seine Mannschaft im ersten Durchgang zunächst ungwöhnlich viele Fehlwürfe und technische Fehler. Die Defensive zeigte sich nicht wie gewohnt stabil. Immerwieder gelang den Gästen das Anspiel an den Kreis. Steißlingen lag in der achten Minute mit 2:4 vorn. Nach der ersten Rochade brachten die eingewechselten Caren Hammer, Anja Itterheim und Vildana Halilovic mehr Sicherheit. Sie sorgten auch für die Treffer zur deutlichen 11:4-Führung in der 20. Minute. Steißlingen konterte jedoch mit cleveren Spiel über den Kreis und verkürzte auf 14:10 zur Halbzeit. 

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Korb kurz von seiner besten Seite. Der Tabellenführer setzte binnen fünf Minuten mit sechs Toren in Folge ein Ausrufezeichen. Danach mussten sich die über 200 Zuschauer jedoch mit einem Duell zweier ungleicher Mannschaft begnügen, das wenig Spannung zu bieten hatte. Dabei tat Korb nur das Nötigste und Krause nutzte die Gelegenheit, um "einiges auszuprobieren", so der Trainer nach dem Spiel. Zum Beispiel eine offensive Abwehr, die Ballgewinne versprach und mit Kontertoren von Hanna Hoycik und Anja Itterheim belohnt wurden. Im Angriff waren die einfachen Spielzüge die erfolgreichsten. Ein Kreuzen ansetzen, Caren Hammer und Vildana Halilovic nehmen Maß. Die Gästeabwehr schien zeitweise nicht zu existieren und konnte sich bei ihrer Torhüterin bedanken, die einige sichere Korber Torchancen wegmachte. Jedoch darf der klare Vorsprung des SC, 26:15 in der 44. Minute, und 34:16 in der 51. Minute nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Korb auch im zweiten Durchgang Fehler leistete. Die Partie plätscherte also emotionslos ihrem erwartungsgemäßen Ende entgegen bis Petra Feucht in der 52. Minute mit einem Siebenmeter mit Seltenheitswert für Heiterkeit sorgte. Als sie zum Wurf ausholte saß die Steißlinger Torhüterin zur Ballabwehr bereits im Hürdensitz. Warum Petra Feucht statt ins quasi leere Tor einfach drüber schoss, bleibt ihr Geheimnis. Sie lächelte das Missgeschick jedenfalls charmant weg und amüsierte sich gemeinsam mit dem Publikum über ihre kuriose Aktion. 

37:18 gewinnt Korb, bleibt in dieser Saison weiter ungeschlagen und baut seine Tabellenführung aus. Am kommenden Wochenende will sich der SC beim Tabellenvierten TV Brombach dann allerdings keine Experimente oder Kuriositäten erlauben. 

Lena Wolf, Stefanie Ege; Sandra Staiger (1), Petra Feucht (3/1), Anja Itterheim (7), Lea Gruber (4), Vildana Halilovic (3/1), Caren Hammer (7/1), Melanie Cyklarz (4), Jessica Cyklarz (1), Hanna Hojczyk (5), Hanna Fenske (2)

Bilder Walter Dutt

30.11.2014 TSVG Malsch - SC Korb 24:32 (12:14)

"Läuft bei Korb"

(aku) "Läuft bei dir" wurde jüngst zum Jugendwort 2014 gekürt, beim SC Korb läufts seit dem ersten Spieltag. Auch in der zehnten Partie bleiben die Aufsteigerinnen bei der TSVG Malsch mit einem ungefährdeten 32:24-Sieg ungeschlagen. Lena Wolf im Korber Tor überzeugte dabei mit starken Paraden in der ersten Halbzeit, Vildana Haliovic, Lea Gruber und Anja Itterheim mit ihrem Torhunger. 

"Es war nicht unser bestes Spiel, aber ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir doch so souverän und deutlich gewonnen haben", resümierte Trainer Jurgen Krause nach dem Apfiff. 
Ein Woche zuvor hatte der SC den damaligen Spitzenreiter Birkenau unerwartet überlegen mit 40:21 aus der Halle gefegt und Handball zelebriert. Gegen die "unbequem zu spielende TSVG Malsch", so Krause, wollte er das nicht erwarten. Sein Team machte zwar von Anfang an Druck, aber auch viele Fehler. Vor allem die Passsicherheit ließ im ersten Durchgang zu wünschen übrig. Die Bälle landeten im Nirwana oder beim Gegner. Auch der besten Abwehr der Liga mangelte es hi und da an Übersicht. In jenen Momenten konnte sich Korb jedoch auf Lena Wolf verlassen, die ihren Job zwischen den Pfosten bestens beherrschte. 

Bei all den Fahrlässigkeiten streuten die Remstälerinnen zur Freude der mitgereisten Fans immer wieder handballerische Schmankerl ein. Vildana Halilovic marschierte mit leichtfüßiger Selbstverständlichkeit durch die gegnerische Abwehr und traf zum 8:6 für Korb in der 15. Minute. Beim 12:10 spielte Hanna Hoicyk wie schon beim Torfestival gegen Birkenau ihre Gegnerin auf Linksaußen schwindelig. Das war in der 22. Minute, danach lief bei beiden Teams bis zum 14:12 aus Korber Sicht wenig mehr zusammen, weil die Entscheidungen der Unparteiischen nicht nur beim Publikum, sondern vor allem bei den Spielerinnen für Verwirrung sorgten.

Mit einem Traumpass über 30 Meter eröffnete Jessica Cyklarz das Korber Torewerfen nach der Pause. Anja Itterheim stand vorne goldrichtig und traf zur 15:12 Führung. Korb reduzierte jetzt seine Fehlerquote deutlich, Lohn war die 19:13- Führung in der 38. Minute. Eine Vorentscheidung. Malsch wollte sich jedoch noch nicht geschlagen geben und reagierte, auf seine Art. Es wurde gezerrt, gerupft, gestoßen und so standen die Gastgeberinnen irgendwann nur noch in Unterzahl auf dem Feld. Statt den Vorteil konsequent zu nutzen, spielte Korb launisch. Ballzauber und haarsträubenden Abspielfehlern gingen Hand in Hand. Malsch hatte dennoch keine Chance, weil es noch mehr Fehler machte als der SC und Caren Hammer vom Siebenmeterstrich routiniert traf. Und wiedereinmal machte sich Krauses Rochadetaktik bezahlt. Im Endspurt stach und sticht der Trumpf Ausdauer. "Wir können nach hintenraus immernochmal zulegen", so der Trainer. Genauso läufts! 

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege, Sandra Staiger, Petra Feucht (3), Anja Itterheim (6), Lea Gruber (5), Vildana Halilovic (6/2), Caren Hammer (5/4), Melanie Cyklarz (2), Jessica Cyklarz, Hanna Hojczyk (3), Hanna Fenske (2)

iPhone Bilder

22.11.2014 SC Korb - TSV Birkenau 40:21 (24:11)

Mit Kantersieg zur Tabellenführung

ZVW Mathias Schwardt


Das war eine Demonstration: Die Handballerinnen des SC Korb haben mit einem Kantersieg im Spitzenspiel die Tabellenführung in der Baden-Württemberg-Oberliga übernommen. Mit 40:21 (24:11) fegten die Gastgeber den bisherigen Spitzenreiter TSV Birkenau aus der Halle. Korb zeigte eine überragende Leistung und ist in dieser Form ein klarer Aufstiegsfavorit. 

In der Vorwoche hatte der SC beim Spitzenteam HSG St. Leon/Reilingen 30:30 gespielt und den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen müssen. Schon deshalb rechnete niemand mit einer solch einseitigen Partie gegen das bislang herausragende Birkenau. Es war auch das Duell zweier Aufsteiger, die bislang, auch das war so nicht zu erwarten, die BWOL dominieren. 

Doch während bei Korb am Samstag in der Ballspielhalle nahezu alles funktionierte, klappte beim TSV fast nichts. Dem jungen Team, das eine Woche zuvor erstmals in dieser Saison verloren hatte, und deshalb nur noch einen Zähler vor dem Tabellenzweiten lag, fehlt es an routinierten Spielerinnen. Das ist eine Erklärung, warum es so in sich zusammenfiel, als es nicht lief. Die andere ist: Der SC Korb war einfach zu stark. 

Im Angriff machte die Mannschaft kaum Fehler, deshalb schaffte es Birkenau nicht, sein gefürchtetes Tempospiel aufzuziehen. Also musste es sein Heil mangels wurfgewaltiger Spielerinnen im Positionsangriff suchen. Doch der Erfolg hielt sich in engen Grenzen. Denn die Korber Abwehr stand wie eine Eins. Birkenau biss sich insbesondere am groß gewachsenen SC-Mittelblock die Zähne aus. Auch Anspiele an den Kreis unterband dieser meistens schon in der Entstehung. Und viel mehr fiel dem TSV nicht ein. Seine beste Torschützin Lena Kahnert war ebenfalls ziemlich abgemeldet. 

Nur in den ersten drei Minuten hatte es ausgesehen wie ein Spitzenduell zweier Topmannschaften. Doch nach dem 2:3 aus Birkenauer Sicht (5.) gelang den Gästen neun Minuten lang kein Tor mehr. Daran änderte auch eine zwischenzeitliche Auszeit von TSV-Trainer Julius Schäfer nichts. Fast jeder Ball landete bei den Korberinnen, die mit Tempogegenstößen und schön herausgespielten Treffern davonzogen. Zur 14. Minute stand’s 9:3. 
Bei Birkenau lassen die ersten Spielerinnen die Köpfe hängen 

Danach ging die große Torflaute bei Birkenau weiter, die ersten Spielerinnen ließen die Köpfe hängen oder bemeckerten berechtigte Zwei-Minuten-Strafen. Das Team von Coach Jürgen Krause dagegen hatte sichtlich Spaß auf dem Feld und hüpfte leichtfüßig von Erfolg zu Erfolg. 

Während Jessica Cyklarz und Petra Feucht clever und routiniert das Spiel lenkten, waren die A-Jugendlichen, vor allem Vildana Halilovic und Hanna Hojczyk, kaum zu bremsen. Mit irrem Tempo und herausragender Technik wurde der TSV schwindelig gespielt. Zu Halbzeit, Korb führte mit 24:11, war die Partie schon gegessen. 

Nach der Pause ließ es der SC zeitweise ein bisschen ruhiger angehen und machte den einen oder anderen Fehler im Angriff. Nicht jedoch in der Defensive: In Hälfte zwei erzielte Birkenau sogar ein Tor weniger als in den ersten 30 Minuten. Weh tat dem SC allerdings die Rote Karte gegen Jessica Krug wegen einer Tätlichkeit. Es ist mit einer Sperre von mindestens zwei Wochen zu rechnen. 

Zu diesem Zeitpunkt (41.) war das einzig Spannende am Spiel schon die Frage, ob Korb wohl noch die 40-Tore-Marke knacken würde. Weil am Samstag einfach alles zugunsten des neuen Tabellenführers lief, schaffte sie es. Hanna Fenske erzielte das 40:19 (58.), der SC triumphierte mit 40:21. 

SC Korb: Wolf, Ege; Staiger (3), Feucht (5), Itterheim (3), Krug (3), Gruber (3), Halilovic (4), Hammer (5/2), M. Cyklarz, J. Cyklarz (3), Hojczyk (7), Fenske (4).

TSV Birkenau: Falter, Grünewald; Steffan (4), Weisbrod, Sattler, Baumann (3), Zimmermann, Gölz (2/2), Schäfer (1), Knoof (1), Kahnert (6/2), Göttmann, Schwab (1), Gerhardt (3).

Mit Kantersieg zur Tabellenführung

Zeitungsbericht ZVW (118,5 KB)

Bilder Walter Dutt

16.11.2014 HSG St. Leon/Reilingen - SC Korb 30:30 ( 16:15)

Trotz Punktverlust obenauf

(aku) Schnell, kämpferisch und bis zur letzten Sekunde spannend war die Spitzenpartie des Tabellenzweiten SC Korb beim Tabellendritten HSG St. Leon/Reilingen. Nach 60 Minuten teilten sich zwei Teams auf Augenhöhe völlig zu Recht die Punkte. Weil zeitgleich Tabellenführer TSV Birkenau zuhause gegen den TV Brombach beim 26:27 Federn ließ, durfte sich das Remstalteam auf der Heimfahrt als Tabellenführer nach Minuspunkten feiern. 

Korb traf wie von seinem Trainer Jürgen Krause prophezeit auf den stärksten Gegner der laufenden Spielzeit. Die Badenerinnen stellen derzeit mit Korb die beste Defensive der Liga . 
Dass beide Mannschaften am Sonntagnachmittag 30 Treffer erzielten und gleichsam kassierten, sagt einiges über den Charakter des Spiels. Hochklassig oder schön war die Partie nicht, aber schnell und mutig spielte Schwaben gegen Baden. Es gab Spielszenen, die einen mit der Zunge schnalzen ließen, aber auch das Haare raufen kam nicht zu kurz. 
Korb war ohne Vildana Halilovic und Hanna Hoycik, die mit der A-Jugend Remshalden in der Bundesliga am Start waren, ins Badische gereist. Dafür stand Lea Gruber kurzfristig doch zur Verfügung und so hatte der SC über 3:1 und 5:2 den besseren Start. Die Gastgeberinnen glichen jedoch in der 15. Minute zum 5:5 aus. Da saßen Caren Hammer und Jessica Krug bereits mit blutiger Nase und Lippe auf der Bank. Es ging also zur Sache. Der Tabellendritte war über die linke Seite und den Kreis überaus erfolgreich, was Trainer Krause nicht gutheißen konnte. Gefallen wollte ihm aber, dass seine Mannschaft aus dem Rückraum heraus treffsicher war, allen voran Petra Feucht und Caren Hammer. Bis zur Pause wogte das Spielgeschehen hin und her, die Fehlerquote erhöhte sich beidseitig, Korb kassiert in Überzahl gar das 15:16. St. Leon hatte die Nase zur Halbzeit knapp vorn. 

Déja vu zu Beginn des zweiten Durchgangs. Korb startete perfekt, zauberte durch Tore von Anja Itterheim und Melanie Cyklarz aus dem Pausenrückstand eine 19:17-Führung. Doch nicht von ungefähr richten die Gastgeberinnen in der Tabelle den Blick nach vorn. Sie kamen zurück und holten sich per Siebenmeter in der 40. Minute die 21:20-Führung. Korb leistete sich unnötige Patzer im Angriff und lud die Gasgeberinnen zu aussichtsreichen Torchancen ein. Die wollten sie zum Glück nicht jedes Mal annehmen, und scheiterten mehrmals an der gut stehenden Stephi Eger im Korber Tor. 
Man sollte nicht alles nachmachen. Korb versemmelte zwei Siebenmeter und traf mehrmals aussichtsreich nur den Pfosten. Zehn Minuten vor dem Ende lag ein Unentschieden in der Luft. Auf jeden Fall, was die Chancenverwertung betraf. Aber auch den Mut, weiter hohes Tempo zu gehen und den Willen, bis zum Schluss auf Sieg zu spielen. St. Leon versuchte es nach der Auszeit in der 50. Minute mit zwei Kreisläufern. Hanna Fenske traf in der 53. Minute zum 27:26, Jessica Cyklarz zirkelte unhaltbar in den Winkel zum 28:28. Zwei Minuten vor dem Ende konnte sie beim 30:29 für die Badenerinnen nach einem herrlichem Spielzug nur durch Foul am Wurf gehindert werden. Caren Hammer verwandelte nervenstark mit ihrem achten Treffer zum 30:30 - Endstand. 

Die Korber Siegesserie war gerissen, jedoch der Punkt ein absoluter Gewinn. "Das hätte heute so oder so ausgehen können," so Krause. " Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Das war der bislang stärkste Gegner. Uns haben durchaus ein paar Wechselmöglichkeiten gefehlt, weil Lea (Gruber) schon ein Spiel in den Beinen hatte und Vildana (Halilovic) und Hanna (Hoycik) nicht da waren. Trotz der zahlreichen Fehler wars eine gute Partie, denn wir waren schnell und mutig."
Trotz des ersten Punktverlustes sind die Korber Frauen mit 15:1 Punkten obenauf in der Tabelle. Am nächsten Samstag steigt um 18.30 Uhr das absolute Spitzenspiel in der Ballspielhalle: Gegner ist der TSV Birkenau, Tabellenführer mit 16:2 Punkten. 

SC Korb: Lena Wolf , Stefanie Ege; Sandra Staiger (1), Petra Feucht (6), Anja Itterheim (3), Jessica Krug (1), Melanie Scheifele, Lea Gruber (3), Caren Hammer (8/4), Melanie Cyklarz (4), Jessica Cyklarz (3), Hanna Fenske (1)

08.11.2014 SC Korb - FSG Donzdorf/Geislingen 29:16 (14:9)

Mit Leidenschaft und Kopf

(veit) Ein Torhüter, langjährig auch im Remstal aktiv, der namentlich nicht genannt werden mag, hätte nach solch einem Spiel festgestellt: „Die hemm’r naggich g’machd.“ Nüchtern formuliert: Im bisher besten Saisonspiel besiegten die Oberliga-Handball-Frauen des SC Korb die FSG Donzdorf/Geislingen 29:16 (14:9).

In der ersten Hälfte 14 Tore geworfen – Quatsch: rausgespielt – und neun bekommen, in der zweiten Hälfte 15 erzielt und sieben gekriegt. Da gibt’s, über 60 Minuten betrachtet, nichts zu kritteln. Und wenn die verehrliche Leserschaft jetzt wissen will, wer gut war auf Korber Seite, möge sie sich an der Mannschaftsaufstellung gütlich halten.
Dabei kam die FSG durchaus nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen. Mit einer offensiven, 3:2:1-ähnlichen Abwehr stellte sich die Mannschaft zu Beginn der Partie vor. Ein System, mit dem sich die Korberinnen in den zurückliegenden Spielen durchaus schwer getan hatten.
Nicht so am Samstag-Abend. Die Korberinnen spielten, was sich in solchen Fällen empfiehlt: Über den Kreis. Und die Kreisläuferinnen selbst liefen dem gegnerischen Libero die Kuttel aus dem Leib. Woraufhin FSG-Trainer Uwe Pätzold seine Mannschaft auf die 6:0-Formation zurückzog. Und siehe, das Spiel änderte sich. Korb Tor-erfolgte nun auch aus dem Rückraum und über die Außenpositionen.

Perle des SC war indes die Abwehr. Mit Leidenschaft und Kopf waren die Spielerinnen bei der Sache. Gegen eine Abwehr in dieser Form will in der Oberliga vermutlich keine Mannschaft spielen müssen. Blockspiel, Verbund, Eins-gegen-Eins – die Korberinnen rupften das Donzdorf/ Geislinger Hühnchen. Und ein Name sei in diesem Zusammenhang doch noch hervorgehoben: Lena Wolf. Wenn Andreas Thiel zu seiner Zeit der Hexer war, dann muss die Korber Torhüterin für dieses Spiel zur Hexe geadelt werden.
Als „unfassbar schlecht“ bewertete Uwe Pätzold nach der 13-Tore-Niederlage das Spiel seiner Mannschaft. Womit er daneben lag. Als die Korberinnen – jetzt setzt es doch noch Kritik – in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte vorne wie hinten einen Ticken an Konzentration und Einsatz nachliessen nutzten die FSG-Spielerinnen das prompt, um den Sieben-Tore-Rückstand auf deren Viere zu verkürzen. Ein Beleg dafür, dass die Korberinnen über 50 Minuten schlicht und einfach eher unfassbar gut spielten. Dass sie nicht zurückschalteten als der Sieg längst eingetütet war, spricht dazuhin für Charakter.

Das letzte Wort gilt Trainer Jürgen Krause. Anfangs der Saison hatte der eine oder andere Korber Anhänger noch gemault: „Warum wechselt der so oft?“ Die Antwort ist leicht gegeben: Weil er es kann. Eine Auswechslung kommt im Korber nicht einer Ordnungsstrafe gleich. Weil die gleichwertig besetzte Bank eben das ist: Eine Bank. 

SC Korb: Wolf, Ege; Staiger, Feucht (4/1), Itterheim, Krug (2), Gruber (4), Halilovic (5/2), Hammer (4/2), M. Cyklarz (3), J. Cyklarz (3), Hojczyk (4), Fenske.

Bilder Walter Dutt

01.11.2014 2. Runde HVW-Pokal und 02.11.2014 BWOL Frauen WSG Eningen/Pfullingen

2. Runde HVW-Pokal, Samstag, 01.11.2014 TV Großbottwar 2 - SC Korb - 25:29 (12:13)

BWOL Frauen - Sonntag, 02.11.2014 WSG Eningen/Pfullingen – SC Korb 24:21 (9:9)

Der Blick auf die Tabelle macht derzeit Spaß

(aku) Die Handballerinnen hatten am vergangenen Wochenende ein körperlich äußerst anspruchsvolles Programm zu bewältigen. Am Samstag traten sie in der 2. Runde des HVW-Pokals beim Württembergligist TV Großbottwar 2 an, sonntags war im Oberligapunktspiel die WSG Eningen/Pfullingen zu Gast in der Korber Ballspielhalle.

Korb setzte sich zunächst im Pokal mit 25:29 erwartungsgemäß gegen die Drittligareserve aus Großbottwar durch. Dabei taten sich die Remstälerinnen mit der Herbergerschen Fußballweisheit, dass das Runde ins Eckige muss und die durchaus auch im Handball Anwendung findet, im ersten Durchgang extrem schwer. Trotz der 25 Fahrkarten und zahlreichen technischen Fehler "lagen wir am Ende fünf Tore vorn", so Trainer Jürgen Krause und verbuchte den Einzug in die dritte Runde unter der Rubrik "Hauptsache gewonnen".

Keine 24 Stunden später stand seine Mannschaft erneut auf dem Feld. Gegen den stark eingeschätzten Vorjahresdritten WSG Eningen/Pfullingen blieben die Frauen des SC Korb beim 24:21-Sieg ungeschlagen und haben derzeit beim Blick auf die Tabelle jede Menge Spaß.
In einer äußerst spannenden Begegnung, mit hohem Tempo, risokofreudigen Angriffen und intensiver Abwehrarbeit machten beide Mannschaften Werbung für den Handball. Korb hatte es geschafft, in den wenigen Stunden nach dem Pokalspiel den Kopf frei zu bekommen und reduzierte seine Fehlerquote im Abschluß auf gerade mal drei Fehlwürfe. Zunächst aber stand wie im Alphabet die Arbeit vor dem Erfolg. Jede Torchance galt es gegen die dichtgestaffelte Defensive des Albteams herauszuspielen. Über den Kreis klappte das gut. Die 5:2 -Führung nach einer Viertelstunde sprach zudem für die Korber Abwehrarbeit vor der glänzend aufgelegten Lena Wolf im Tor, die nicht nur bei den Würfen von Spielmacherin Birgül Yurdakul eine starke Vorstellung lieferte. Diese ist seit Jahren Dreh- und Angelpunkt im Pfullinger Spiel, war aber zunächst nur vom Siebenmeterstrich erfolgreich.
Bis zur Pause drosselten einige Spielunterbrechungen und Zeitsrafen das Tempo und die Gäste von der Alb frohlockten als sie quasi mit dem Halbzeitpfiff den 9:9-Ausgleich erzielten.

Korb kam mit viel Elan aus der Kabine. Bis zur 35. Minute wirbelten sie den verdutzten Gäste eine 13:9 Führung unter, mussten danach aber auf Petra Feucht nach der dritten Zeitstrafe und einem Cut am Auge verzichten. Auf Augenhöhe spielten beide Teams weiter, bis sich Korb, verunsichert durch einige Schiedsrichterentscheidungen, mehrere unnötige Ballverluste leistete und Pfullingen durch seine mit allen Wassern gewaschene Spielmacherin in der 52. Minute der 18:18 Ausgleich gelang. In solchen Momenten lohnt der Griff zu Altbewährtem. Caren Hammer steigt hoch hinter der Mauer, 19:18. Anja Itterheim lässt auf Linksaußen ihre Gegenspielerin stehn, 20:18. Gleich im nächsten Angriff nagelte Lea Gruber vom linken Rückraum zum 21:18 ins lange Eck. Die verzweifelte Auszeit der Pfullinger Bank brachte keine Wende mehr. Korb behielt in der hektischen Schlussphase die Nerven und brachte den verdienten 24:21-Erfolg unter Dach und Fach.
Das hatten sich die Gäste von der Alb anders vorgestellt und beim Aufsteiger auf ihre Oberligaerfahrung gesetzt. Pustekuchen. Spielerinnen und Verantwortlichen entfuhr nach der spannenden Partie kurz ein Puh, danach gabs aber nur Gutes aus Trainermund zu hören. "Wir haben uns das Leben in der ersten Halbzeit selber schwer gemacht. Nach der Pause haben wir Pfullingens Spielmacherin im Griff gehabt. Sie hat heute nur neun Tore geschossen. Bei zehn hat ihr Team immer gewonnen. Und, Lena im Tor hat heute klasse gehalten."

SC Korb: Lena Wolf, Stefanie Ege; Sandra Staiger (1), Petra Feucht (2/1), Anja Itterheim (6), Jessica Krug (2), Lea Gruber (6), Vildana Halilovic (1), Caren Hammer (3), Melanie Cyklarz, Jessica Cyklarz (2), Hanna Hojczyk, Hanna Fenske (2/1)

Bilder Walter Dutt

26.10.2014 SC Korb - HSG Deizisau/Denkendorf 31:27 (15:14)

(vh) Wenn du unter der Woche den Gegner mit 31 Toren Unterschied derbröselt hast, so mahnt der sportliche Onkel Volksmund, ist solch ein Kanter nichts wert, wenn du ihn im nächsten Spiel nicht bestätigst. Die Baden-Württemberg-Oberlia-Frauen haben das Ergebnis bestätigt. Mit einem 31:27 (15:14) gegen die HSG Deizisau/Denkendorf. Ein Sieg, der unter die Kategorie morgen-fragt-niemand-mehr-wie fällt.

Jürgen Krause gehört zu der Spezies Trainer, der Spiele beobachtet. Aus Deizisau hat er die Erkenntnis mitgebracht, dass die HSG auf den beiden Halbpositionen durchaus torgefährlich besetzt ist und durch eine Mittespielerin ergänzt wird, die eine Begegnung lenken und im eins gegen eins so manches Törchen beisteuern kann.
Krauses Antwort: Eine offensive 6:0-Abwehr, vor allem auf eben den Halbpositionen. Ein probates Mittel, wenn die Spielerinnen harmonieren. Und damit taten sich die Korber Frauen vor allem in der ersten Hälfte schwer. 14 Gegentore sprechen Bände.

Und wer hinten ein ums andere Mal einen Treffer serviert bekommt, der tut sich schwer, dem Gegner seinerseits zumindest ein Schmankerl aus der Korber Spezialitätenkarte aufzutischen: Erste und zweite Welle waren 30 Minuten lang eher ein sanftes Gekräusel, garniert mit einigen technischen Fehlern. Dass Korb zur Pause dennoch mit einem Treffer vorne lag, war unter anderen Lea Gruber und Jessica Krug zu verdanken, die des öfteren auf eigene Faust unterwegs waren und ihre Mannschaft damit im Spiel hielten.
In der Pause schienen sich dann alle Korber Spielerinnen den Restschlaf aus den Augen gerieben zu haben. Die Abwehr verdiente sich diese Bezeichnung und daraus resultierten zunächst erfolgreiche Angriffe. Der HSG-Trainer verordnete seiner Sechs darob eine 3:2:1-Abwehr und beorderte dazuhin an Stelle der Torhüterin eine siebte Feldspielerin aufs Parkett. 
Zwei Maßnahmen, die den Gastgeberinnen partout nicht schmecken wollten. Aus einem kommoden Sechs-Tore-Vorsprung (23:17) ward ein kippeliges 25:23. Jetzt waren’s die erfahrenen Spieler wie Jessica und Melanie Cyklarz, Petra Feucht und Caren Hammer, die das Bild wieder zurecht rückten. Unterstützt von einigen Paraden Stefanie Eges, dem Neuzugang im Tor und ihrer Kollegin Lena Wolf, die nicht nur mit drei gehaltenen Strafwürfen den Gästen so manchen Zahn zog.

Zudem zeigte sich gegen Ende des Spiels, dass die SC-Spielerinnen was Kraft, Kondition und damit Konzentration angeht, keinen Gegner zu fürchten brauchen. Während der HSG so nach und nach der Sprit ausging, zogen die Korberinnen ihr Spiel durch und blieben auch im sechsten Durchgang ohne Punktverlust. Was sich für einen Aufsteiger durchaus sehen lassen kann.

SC Korb: Wolf, Ege; Feucht (5), Itterheim (2), Krug (3), Gruber (5), Halilovic (2), Hammer (5/2), Meli Cyklarz (3), 
Jessy Cyklarz (4), Hoiczyk, Fenske (2).

Korb nur zu Beginn etwas schläfrig

Zeitungsbericht ZVW (127,2 KB)

Bilder Walter Dutt

22.10.2014 TV Nellingen 2 – SC Korb 17:48 (12:22)

Korber Torfestival auf den Fildern

(aku) Draußen tobten die ersten kalten Herbststürme, drinnen in der Halle heizten die Korber Handballerinnen dem TV Nellingen ein. Beim 17:48-Erfolg waren die Remstälerinnen dem Filderteam in allen Belangen überlegen. Vom Papier her war die Partie im Vorfeld eh eine klare Angelegenheit. Verlustpunktfrei fuhr Aufsteiger SC Korb zum Schlusslicht und vor Ort war das Kräfteverhältnis beim 2:8 durch Vildana Halilovic nach neun Minuten bereits geklärt. Ihr sehenswerter Treffer beim ersten Einsatz mit sechs Toren für den SC war symptomatisch für die Partie. Korb spielte wie aus einem Guss gegen das völlig überforderte Filder-Team.
Das 12:22 zur Halbzeit schmeckte Trainer Jürgen Krause im Nachhinein nicht ganz. "Wir haben im ersten Durchgang noch zu viele Chancen liegen lassen". Seine Mannschaft machte es nach der Pause besser. Die Korber Defensive ließ nur noch fünf Treffer zu. Und nach vorne ging die Post ab, jeder Schuss ein Treffer. Besonders in Torlaune zeigten sich die elffache Torschützin Petra Feucht und auch Jessica Cyklarz nahm es mit ihren unhaltbaren Würfen in den Torwinkel an diesem Unter-der-Woche-Spieltag ganz genau. Anja Itterheim wirbelte nach Belieben die Nellinger Abwehr durcheinander und Sandra Staiger freute sich beim Torfestival ihrer Mannschaft über ein zusätzliches Geburtstagsgeschenk. Überbewerten sollte man diesen aus Korber Sicht rekordverdächtigen Sieg jedoch nicht. Auch wenn sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. Der Tabellenletzte spielte wie ein Absteiger und am kommenden Wochenende empfangen die Korberinnen mit der HSG Deizisau/Denkendorf einen weitaus stärkeren Gegner. 
 
SC Korb: Lea Wolf, Stephanei Ege, Jessica Cyklarz (6), Melanie Cyklarz (2), Hanna Fenske (2), Caren Hammer (5/2), Petra Feucht (11/5), Anja Itterheim (7), Jessica Krug (2), Sandra Staiger (1), Hanna Hojczyk (4), Lea Gruber (2), Jessica Krug (2), Vildana Halilovic (6)

Bilder Walter Dutt

11.10.2014 HSG Mannheim - SC Korb - 22:24 (9:15)

Der Aufsteiger macht weiter von sich reden!

(aku) Die Frauen des SC Korb behalten auch im dritten Saisonspiel ihre weiße Weste. Bei der routinierten HSG Mannheim gab eine druckvolle und spielerisch gute Leistung in der ersten Halbzeit den Ausschlag für den 22:24-Erfolg. Sechs Tore Vorsprung beim 9:15 zur Pause reichten als Polster, um dann 20 schwache Minuten bis kurz vor Spielende zu überstehen. In der spannenden Schlussphase hatte Korb die besseren Nerven, allen voran Petra Feucht, die vier Siebenmeter sicher verwandelte und den SC auf die Siegerstraße brachte. 

Trainer Jürgen Krause musste auf die langzeitverletzte Vanessa Nagler, Vildana Halilovic (DHB-Lehrgang) und Jessica Cyklarz verzichten. Letztere war nach der Roten Karte in Ottersweier für ein Spiel gesperrt. Für sie agierte auf der Mittelposition Schwester Melanie, die sich in der 15. Minute mit ihrem zweiten Treffer zum 3:6 auch als Torschützin empfehlen konnte. Von der Korber Defensive gab es im ersten Durchgang nur Gutes zu berichten. Das Blockverhalten verdiente sich Bestnoten. Die Gastgeberinnen schienen im Angriff ein ums andere Mal mit ihrem Latein am Ende. Sie erzielten fünf der neun Treffer beim 9:15 Pausenstand nur per Siebenmeter. 

Nach dem Seitenwechsel entpuppte sich das Sechs-Tore-Polster schnell als trügerische Sicherheit. Mannheim kam hochmotiviert aus der Kabine, war mental präsenter und ging zielstrebiger zur Sache. Korb dagegen suchte über eine Viertelstunde nach Ordnung, sowohl im Spiel nach vorn, als auch in der Defensive. Und das ging beinahe schief. "Wir haben nach der Pause zu lange gespielt, wie wir es garantiert nicht wollen. Ohne jeglichen Zug zum Tor", haderte Krause nach dem Schlusspfiff mit der Schwächephase seiner Mannschaft. Sein Team leistete sich viele technische Fehler und ließ Torchancen liegen. In der 52. Minute bejubelten die Nordbadenerinnen folglich den 18:18-Ausgleich. Zum Glück erzielte Hanna Hojczyk postwendend das 18:19. Die Partie wurde zunehmend emotionaler und ruppiger. Mannheim wollte seine Heimpunkte nicht herschenken, Korb seine weiße Weste sauber halten.

Die Gastgeberinnen versuchten es jetzt mit der Brechstange. Einem Drei-Minuten-Angriff hielt die Korber Abwehr beharrlich stand, bis zum Ballbesitz und Konter zum 18:20 durch Petra Feucht. Und sie war es in der spannenden Schlussphase auch, die die Nerven behielt, drei Siebenmeter in Folge sicher verwandelte, Hanna Hoiczyk sorgte mit einem herrlichen Konter zum 22:24-Endstand für die Entscheidung. Jürgen Krause fand denn auch lobende Worte: "Die Mannschaft hat sich nach dem Durchhänger nach der Pause ins Spiel zurückgekämpft ". Lohn dafür ist Platz Eins, den sich die Korberinnen mit dem TSV Birkenau und der HSG St.Leon/Reilingen teilen.

SC Korb: Lena Wolf; Melanie Cyklarz (3) , Hanna Fenske, Caren Hammer (5/3), Petra Feucht (9/5), Anja Itterheim (2), Jessica Krug (1), Sandra Staiger, Hanna Hojczyk (2), Lea Gruber (2)

20.09.2014 TS Ottersweier - SC Korb 25:28 (13:12)

Zweiter Sieg für den SC Korb

(aku) Die Handballerinnen des SC Korb gewinnen auch ihr zweites Spiel auswärts bei der heim- und kampfstarken TS Ottersweier mit 25:28 und starten mit 4:0 Punkten in die Saison! Wie schon gegen Lahr überzeugte das Team von Trainer Jürgen Krause kämpferisch vor allem in der zweiten Halbzeit und machte trotz mehrfacher Unterzahl den Rückstand zur Pause wett. 

Im Badischen Ottersweier trafen Korb auf den erwartet schweren Gegner, umso größer war die Freude über den doppelten Punktgewinn. Ohne Vaness Nagler und Vildana Halilovic ging Krause zwar mit weniger personellen Alternativen in die Partie, dennoch startete seine Mannschaft stark und agierte so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Schnell aus der sicheren Abwehr und über wenig Stationen nach vorn erspielte sich der Aufsteiger bis zur 15. Minute einen 4:6-Vorsprung. Vor allem Anja Itterheim und Caren Hammer waren in der Anfangsphase nicht aufzuhalten. Doch dann kam der Bruch. Dreimal verpasste Korb eine mögliche Drei-Tore-Führung. Ottersweier witterte Morgenluft. Petra Feucht knallte einen Siebenmeter nur an die Latte, im Gegenzug glichen die Gastgeberinnen zum 8:8 aus und nach dem 8:9 in der 25. Minute nahm Krause die Auszeit. Korb musste dennoch mit einem 13:12 in die Kabine gehen. 

Den zweiten Durchgang begannen die Korberinnen in Unterzahl. Dennoch gelangen Anja Itterheim und Petra Feucht die Treffer 13 und 14 und in der 48. Minute traf Sandra Staiger zum 15:18. Die Korber Defensive um Caren Hammer war hervorragend organisiert und hatte die Schwestern Kneer, die in den ersten 30 Minuten das Spiel der Gastgeberinnen beherrschten, jetzt besser im Griff. Nach Jessica Cyklarz Treffer zum 16:20 zogen Ottersweier die Karte zur Auszeit. Die Badenerinnen konnten danach auf 23:21 verkürzen, auch weil sich Korb im Angriff mehrere unnötige Ballverluste erlaubte. Die Unparteiischen vehängten in der spannenden und umkämpften Schlussphase noch zahlreiche Zeitstrafen, der Aufsteiger behielt jedoch trotz der vielen Spielunterbrechungen die Nerven. Jessika Cyklarz traf 58 Sekunden vor Schluss zum 24:27 und kassierte wegen angeblicher Behinderung des Gegners beim Anspiel die Rote Karte. Aber auch die verbleibende knappe Minute in Unterzahl hielt Korb nicht auf, den hochverdienten 25:28-Aswärtssieg und die nächsten beiden Punkte einzufahren. 

"Wir sind glücklich, dass wir hier in Ottersweier gewonnen haben", strahlte Jürgen Krause nach dem Spiel mit seinen Spielerinnen um die Wette. Mit vier Punkten in die Runde zu starten ist klasse. Jetzt haben wir zwei Wochen Pause und können weiter arbeiten". Am 11. Oktober geht Korb erneut auf Reisen zur HSG Mannheim. 

SC Korb: Lena Wolf; Sandra Staiger (1), Petra Feucht (6), Anja Itterheim (3), Jessica Krug (2), Lea Gruber (3), Caren Hammer (10/5), Melanie Cyklarz, Jessica Cyklarz (4), Hanna Hojczyk (1), Hanna Fenske

14.09.2014 SC Korb - TV Lahr 27:21 (10:11)

Zum Auftakt ein Sieg - Oberligapremiere geglückt!

(aku) Mit einem 27:21 Sieg gegen den TV Lahr feiern die Korber Frauen einen gelungenen Einstand in der Baden-Württemberg-Oberliga. Dabei  kämpfte der Aufsteiger bei der Premiere in der ersten Halbzeit auch mit seinen Nerven, setzte sich nach der Pause aber dank der besseren Physis und einer starken Abwehrleistung durch und sicherte sich verdient die ersten zwei Punkte.
 
Trainer Jürgen Krause schickte als Startsieben die Aufsteiger der letzte Saison aufs Feld. Und glich im ersten Angriff zappelte der Ball zum 1:0 im gegnerischen Netz. Danach  musste Korb allerdings fünf Minuten auf den zweite Treffer warten. In der über weite Strecken ausgeglichenen Partie war beiden Teams in den ersten 30 Minuten die Saisonstartnervosität anzumerken. Die Zuschauer in der vollbesetzten Ballspielhalle sahen bis zur Pause ein gefälliges Hin und her mit sehenswerten Aktionen, aber zahlreichen vergebenen Chancen. Die Gäste, die in der vergangenen Saison zur Halbzeit noch auf Platz Eins der Oberliga standen, konnten sich dabei auf die Treffer von Lara Ernst auf Rückraumlinks verlassen. Korb traf vom Siebenmeterpunkt durch Caren Hammer oder über die Außen. Kurz vor der Pause hatte der SC Glück, dass Lahr in Überzahl beim 10:11 die Chance auf eine 2-Tore-Führung zur Pause verpasste.
 
Nach dem Seitenwechsel sorgte Korb mit einem sehenswerten Zwischenspurt zwischen der 33. und 45. Minute für die Entscheidung zu seinen Gunsten. Egal, in welcher Aufstellung Korb spielte, aus einem 10:12 Rückstand machte das Team eine 24:17-Führung. Entscheidend war die starke Abwehrleistung weit vor dem Strafraum. Korb schnappte sich die Pässe des Gegners und konterte schnell und geschickt. Dabei hätte der Vorsprung noch höher ausfallen können, wenn der SC seine Chancen gegen die stark haltende Lahrer Torhüterin konsequenter genutzt und es im Schlussviertel beim satten Sieben-Tore-Vorsprung nicht so leger angehen lassen hätte.
Krause war darüber "not amused" , zeigte sich nach dem Abpfiff dennoch zufrieden. "Zum Auftakt gewonnen, das ist gut und wichtig, zwei Punkte zu haben. Nächste Woche erwartet uns in Ottersweier aber eine schwerere Aufgabe." 
 
Die Saison ist noch jung , es sind gerade mal 60 Minuten gespielt. Dennoch sei ein erstes Fazit erlaubt: Das Trainer- und Betreuerteam um Jürgen Krause, Heike Kranacher, Hartmut Hammer und Britta Küchler hat glänzende Arbeit geleistet. Es ist ihnen gelungen, aus dem Aufstiegsteam und den jungen talentierten Neuzugängen quasi zwei Generationen von Handballspielerinnen zusammenzuführen. 
 
SC Korb: Lena Wolf; Sandra Staiger (1), Petra Feucht (3), Anja Itterheim (2), Vanessa Nagler (3/1), Jessica Krug (1), Lea Gruber (3), Caren Hammer (8/3), Melanie Cyklarz (2), Jessica Cyklarz (1), Hanna Hojczyk (2), Hanna Fenske (1)

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weiterlesen …