Presse Frauen 2. Bundesliga 2017/2018

11.11.2017 FSG Waiblingen/Korb – FSG Mainz 05/Budenheim 28:28 (14:15)

Starker Schlussspurt sichert Punkt

(aku) Die FSG Waiblingen/Korb und die FSG Mainz 05/Budenheim trennen sich unentschieden 28:28. Für die Gastgeberinnen fühlte sich der Punktgewinn wie ein Sieg an, die Pfälzerinnen durften sich ob des verschenkten Sieges noch auf dem Feld eine Standpauke des Trainers anhören.

Die Meenzer Dynamites bestimmten bis Mitte zur 50. Minute das Spiel, die TIGERS bekamen nie wirklich Zugriff auf den Angriff der wurfstarken Gäste und leistete sich viele Fehler. Mit taktischer Raffinesse, einer überragenden Nicole Roth im Tor und dem unbedingten Willen, noch was zu Drehen, verdienten sich die Gastgeberinnen in den letzten zehn Minuten ihren Punkt.

Fünfter gegen Dritter, ein Fall für die Kategorie Spitzenspiel? Leider machten die TIGERS da weiter, wo sie vor der 14-tägigen Spielpause aufgehört hatten. Ohne Ordnung in der Abwehr, zahnlos im Angriff. Trainer Jürgen Krause betonte, dass das Team eigentlich gut eingestellt war auf den Gegner, auf dem Feld kam das nicht an. Zudem blieben die Torhüter in Hälfte Eins hinter den Erwartungen zurück. Dass Krause und Kollegin Kerstin Zimmermann über weite Strecken auf die angeschlagenen Vanessa Nagler und Hanna Hojczyk verzichten mussten, war schwächend, aber nicht entscheidend. Lisa Friedrich aus der Zweiten war mehr als nur Ersatz, Neuzugang Kyra Teixeira da Silva ging für Elena-Bianca Grigore (Meniskus-OP) aufs Feld.

Ob die Mainzerinnen am Samstag, dem 11.11., um 11:11 Uhr, die Karnevalssaison noch mit eröffnet hatten, ist nicht bekannt. Mit großer Spiellaune gingen sie allerdings in der Stauferhalle aufs Parkett. Eher launisch die Gastgeberinnen. Sie hatten wenig Einfluss auf das Treiben der 05er. Gegen die im Schnitt um einen Kopf größeren Gäste hatte die FSG in Angriff und Abwehr Probleme. Ungewohnte Abwehrschwächen auch auf den Außenpositionen, der Rückstand betrug bis zur 20. Minute stets zwei bis drei Tore. Mit ihrem Treffer zum 9:12 initiierte die sehr gute Monika Odrowska starke sieben FSG-Minuten. Neuzugang da Silva traf fast artistisch zum 11:12, Odrowska schaffte erstmals den 12:12-Ausgleich und legte zum 13:13 nach. In die Kabine ging die FSG dennoch mit einem 14:16-Rückstand.

Auch nach der Pause fiel die Energiebilanz beim Tore werfen zunächst zugunsten der Dynamites aus - wenig Aufwand, viel Zählbares. Ohne die Tore aus dem schnellen Konterspiel taten sich die TIGERS schwer, im Positionsspiel fehlte die Wucht. Dagegen stand die FSG –Defensive jetzt kompakter, kam zu Ballgewinnen, drängte nach vorn und machte sich dennoch das Leben selber schwer, scheiterte drei Mal frei vor Kristin Schäfer im 05-Tor. Und nach der Torfrau war es dann der Pfalz-Block, der Tore der TIGERS verhinderte. Auch der Versuch, sich im Eins-gegen-Eins durchzuwurschteln, brachte nur bedingt Erfolg. Aber beeindruckend, wie sich die Heimischen um die engagierte Sinah Hagen zusammenrauften und gegen die drohende Niederlage stemmten. Krause/Zimmermann nahmen in der 48. Minute die Auszeit und läuteten damit eine mitreißende Schlussphase ein. Teamgeist, Taktik, Torhüter bahnten den Weg. Die Anweisung, offensiv zu verteidigen, zahlte sich aus, auch wenn die FSG zunächst erneut frei vor der Mainzer Torfrau, an Latte und Innenpfosten scheiterten und eine kuriose Entscheidung der Unparteiischen hinnehmen musste: Nachdem sich zwei Mainzer Spielerinnen am Kreis der FSG gegenseitig auf den Füßen standen, zeigten die Referees auf den Siebenmeterstrich. Nachdem die unermüdliche Caren Hammer und Friedrich den 27:28-Anschluss hergestellt hatten, krönte Torfrau Nicole Roth ihre überragende Leistung in der Schlussphase mit einem direkten Wurf ins Mainzer Netz zum 28:28-Endstand und Punktgewinn. Einen direkten Freiwurf von Odrowska nach dem Abpfiff lenkte die 05-Torfrau gerade noch so über die Latte. Ein Sieg der Gastgeberinnen hätte dem Spielverlauf aber auch nicht entsprochen.

FSG: Nagy, Roth (1), Waldenmaier, Nagler (2/2), Dirmeier (1), Gruber (2), Hammer (4/1), Stumpp, Odrowska (9/3), De Bellis (1), Nikolovska (2), Hagen(2), Hojczyk, Friedrich (2), Teixeira da Silva (2)

 

Unschöne, traurige Szenen nach dem Spiel: Fans der Gäste wurden nach dem Spiel auf dem Weg zu ihrem Bus von einer Gruppe mit roten Sturmhauben vermummter Unbekannter angegriffen, mit Flaschen beworfen und am Boden liegend zusammengetreten. Zwei Gäste-Fans mussten mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Angreifer konnten flüchten. Eine Verantwortliche der FSG Mainz 05/Budenheim berichtete, dass sie bei Reisen mit dem Bus mit der Aufschrift Mainz 05 immer wieder Ressentiments erleben.

Die FSG Waiblingen/Korb und alle Fans und Zuschauer an diesem Abend wünschen den beiden verletzten Fans gute Besserung.

30.09.2017 FSG Waiblingen/Korb – BSV Sachsen Zwickau 32:28 (14:13)

FSG mit drittem Sieg in Folge

[aku] Mit 32:28 gewinnt die FSG Waiblingen/Korb erneut gegen einen Etablierten der 2.Liga, den BSV Sachsen-Zwickau. Die Gastgeberinnen überzeugten als Kollektiv und mit einer unglaublichen Moral. Erfolgreichste Schützin für die FSG war Lea Gruber mit neun Toren.

Der Aufsteiger ist in der 2. Liga definitiv angekommen. Die FSG rappelte sich auch nach Fehlern immer wieder auf. Die Zuschauer in der proppenvollen Ballspielhalle dankten es mit lautstarker Unterstützung und einer tollen Stimmung auf den Rängen, das war ebenfalls zweit-liga-reif.

„Wir können auch Zwickau schlagen“, hatte das Trainer-Duo Jürgen Krause und Kerstin Zimmermann unter der Woche selbstbewusst angekündigt. Mutige Worte – die die Mannschaft in die Tat umsetzte. Allerdings brauchte es dafür viel Geduld, Kampf und gute Nerven, denn mit der Darbietung auf dem Feld konnte das Trainergespann in der ersten Halbzeit nur bedingt zufrieden sein. Viele technische Fehler, Fehlwürfe und ein Defensive, die lange Mühe hatte, den variablen Zwickauer Rückraum und dessen Anspiele an die herausragende Kreisläuferin Nadja Bolze (acht Tore) wirkungsvoll zu unterbinden. Die FSG startete mit einer 3:2:1-Abwehrformation, die diese Anspiele begünstigte, aber auch dafür sorgen sollte, dass die Gastgeberinnen ihr schnelles Konterspiel einleiten konnten. Das Konzept wäre aufgegangen, hätte es nicht im Abschluss gehapert, oder an den richtigen Entscheidungen. „Wir haben viel zu kompliziert gespielt“, haderte Torwarttrainer Hammer mit den verpassten Chancen, „und die gegnerische Torfrau hat ihre Hausaufgaben gemacht.“

Die Zuschauer mussten drei lange Minuten auf den ersten FSG-Treffer warten. Nach dem 3:3 gingen die Gäste in der 14. Minute 6:3 in Führung. Zimmermann wollte das Kind beim Namen nennen: „Wir hätten die Partie schon in der ersten Halbzeit für uns entscheiden können. Unsere Fehler haben Zwickau ins Spiel gebracht.“

Warum die FSG zur Pause dennoch beim 14:13 die Nase vorne hatte? Zum einen zeigte Nicole Roth im Tor eine starke Leistung und parierte drei Siebenmeter. Die Abwehr stabilisierte sich mit zunehmender Spieldauer, Monika Odrowska traf jetzt sicher und Lea Gruber warf fünf ihrer insgesamt neun Tore. Die Mannschaft trotzte ihren Fehlern, „die Moral war unglaublich“, so Zimmermann.

Nach der Pause stellten Krause/Zimmermann auf eine defensivere 6:0-Abwehr. Das kam dem Zwickauer Rückraum zugute, die Gäste gingen gar 19:16 (35.) und 20:17 (38.) in Führung, die Fehlerquote im FSG Angriffsspiel blieb weiter zu hoch, um mit Toren dagegenzuhalten. Aber aufgeben war keine Option. Vanessa Nagler sorgte mit zwei Treffern für den 20:20 –Ausgleich in der 44. Minute. Dann schickten die Schiedsrichter gleich zwei FSG-Akteurinnen vom Feld und die Gastgeberinnen mussten das 20:22 einstecken. In der 47. Minuten traf Caren Hammer – immer noch in Unterzahl zum Anschluss. Für Zimmermann die entscheidende Szene. Ein Ruck ging durch die Mannschaft, zudem erwies sich die Einwechslung von Torfrau Tünde Nagy als genialer Schachzug von Torwarttrainer Hammer. Nagy hielt entscheidende Bälle. Das Spiel wogte hin und her, zahlreiche Unterbrechungen und Zeitstrafen sorgten für zusätzliche Spannung. Vanessa Nagler wendete beim 25:24 das Blatt zur ersten Führung nach langer Zeit. Zwei Hammer Tore zum 27:25 brachten Korb auf die Siegerstraße. Mit dem Doppelpack von Simona Nikolowska innerhalb einer Minute zum 31:27 machten die Gastgeberinnen den Sack zu. Am Ende stand ein hart erkämpfter 32:28-Erfolg, den sich die FSG dank ihrer unbändigen Moral absolut verdient hat.

„Mit zwei Punkten ist man natürlich immer zufrieden“, so Zimmermann beim Rückblick auf die Partie. „Wir haben es uns schwer gemacht mit den vielen Fehlern, aber die Moral der Mannschaft ist gigantisch.“

FSG: Nagy, Roth, Waldenmaier, Nagler (7/4), Dirmeier (1), Gruber (9), Hammer (5/1), Stumpp (1), Odrowska (4), De Bellis, Nikolovska (2), Grigore, Hagen, Hojczyk (3).

BSV: Zenner, Szott, Kallenberg (3), Kracht (2), Pavlovic (4), Bolze (8/3), Nagy (3), Choinowski (2), Majer (3), Zuber (3).

Bilder Heike Kranacher

17.09.2017 FSG Waiblingen-Korb – SV Werder Bremen 27:25 (15:8)

F1 – Tolle Leistung zum Heimdebut

Erstes Heimspiel Erster 2.Liga Sieg: Tolle Leistung zum Heimdebut trotz Einbruch in der Schlussphase.

[fa] Jubelnd lagen sich die Tigers beim Schlusspfiff in den Armen. Und auch die 450 begeisterten Zuschauern konnten sich ihre Schweißnassen Hände erleichtert abreiben, denn die junge Truppe hatte es am Ende unnötig spannend gemacht. Aber was zählte war nur der erste Sieg.

Gleich zu Beginn merkte man den Gästen aus Bremen die lange Anreise an. Hellwach hingegen die FSG. Dazu eine glänzend aufgelegte Nicole Roth im Tor und eine sehr aufmerksame Abwehr. Lea Gruber, Louisa de Bellis und Vanessa Nagler sorgten für das schnelle 3:0. Kurzzeitig ließ Bremen sein Können aufblitzen und verkürzte auf 3:2, doch schnell rollte wieder der Tigers Express. Auffallend die große Mannschaftliche Geschlossenheit bei den Gastgeberinnen. Die FSG war dadurch kaum ausrechenbar und allein 8 verschiedene Torschützen in der ersten Halbzeit sorgten für die Treffer.

Bis zum 12:3 in der 20. Minute war es geradezu ein Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften. Sinah Hagen erzielte das 14:5 immer noch hielt der 9 Tore Vorsprung. Erst in den allerletzten Minuten vor der Pause kam Bremen besser ins Spiel und verkürzte auf 14:8. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Elena Bianca Grigor mit dem 15:8.

Die Befürchtung das hohe Niveau in der 2. Halbzeit nicht mehr halten zu können, wurde nicht Bestätigt. Die nun eingewechselte Tünde Nagy zeigte ebenfalls eine sehr gute Leistung. Zwar blieb die Begegnung bis zum 19:13 recht ausgeglichen doch dann waren es erneut die Tigers die noch mal einen Zahn zulegten. Hagen, Monika Odrowaska und Grigore sorgten für das 23:14 und den erneuten 9 Tore Vorsprung bei nur noch 17 zu spielenden Minuten. Doch als ob ein Schalter umgelegt worden wäre begann nun das große Nervenflattern. Technische Fehler luden Werder geradezu ein eine Aufholjagd zu starten. Die jugendliche Unbekümmertheit Garant der hohen Führung schlug nun um in jugendliche Unerfahrenheit. Bremen zeigte Eindrucksvoll seine Macht im Rückraum und gewann die nächsten 10 Minuten mit 8:0. Als in der 57. Minute gar der 24:24 Ausgleich viel erinnerten sich einige Fans mit Schrecken an das Ende in Herrenberg. Doch diesmal behielt der unbändige Willen von Vanessa Nagler die Oberhand. Sie erzielte die letzten 3 Treffer davon 2 nervenstark verwandelte 7 Meter und sorgte für das umjubelte Ende.

Mit diesem hochverdienten 27:25 Sieg ist die FSG endgültig in der 2. Bundesliga angekommen und machte den zahlreichen Zuschauern Lust auf Mehr.

Waiblingen: Nagy, Waldenmaier Roth; Nagler 9/6, Dirmeier 1, Gruber 3, Hammer, Stumpp, Odrowska 4, De Bellis 2, Hojczyk 1, Nikolovska 1, Grigore 2, Hagen 4.

Bremen: Meyer, Anschütz; Heidergott 5, Thomas, Mehrtens 3, Janssens 2, Heilmann, Heinrich 2, Neßlage, Osterthun 2, Dölle 5, Börsen 4, Barger 1, Otto 1, Döpke.

Pressebericht
http://www.waiblingen-tigers.de/2017/09/f1-tolle-leistung-zum-heimdebut/

Bilder Heike Kranacher

Sonderveröffentlichung ZVW - 07.09.2017
26.07.2017 Save the date

Die 1. Frauenmannschaft möchte ihre Fans gerne persönlich kennen lernen. Deshalb veranstalten wir am 26.7.2017 ab 20 Uhr in der Ballspielhalle in Korb ein öffentliches Training. Bei Grillwurst und kalten Erfrischungsgetränken können sie die Mannschaft inklusive Trainerteam persönlich kennen lernen und sich einen Einblick in den Trainingsalltag verschaffen. Es sind alle Eltern, Fans und Interessierte eingeladen.

Als Dankeschön bekommt jeder Gast von uns ein T-Shirt geschenkt.

08.07.2017 Einlagespiel FSG Waiblingen/Korb - Schwaben Hornets Nellingen

Gute Leistung, aber zuviele technische Fehler

(kz-pa) Im Rahmen des Bernhausen Bank Cups spielte die FSG Waiblingen/Korb am Samstag, 8. Juli, gegen den Erstligisten Schwaben Hornets aus Nellingen. Zum ersten mal konnte auch unser Neuzugang aus Zwickau, Monika Odroswska, sein Können zeigen. In den ersten 15 Minuten hielt der Zweitliganeuling sehr gut mit. Die Abwehr stand stabil und auch das Kombinationsspiel im Angriff lief gut. Eine zehnminütige Schwächephase, geprägt von etlichen technischen Fehlern, war der Hauptgrund dafür, dass die Hornets zur Pause mit 17:10 vorne lagen.

Im zweiten Abschnitt zeigte die Spielgemeinschaft, was in ihr steckt. Mit einer sehr gut haltenden Laura Waldenmaier im Tor kam die FSG bis auf 21:24 an den klassenhöheren Gegner ran. Dabei ließ das FSG-Personal einige hundertprozentige Torchancen liegen.

In der Schlussphase schlichen sich wieder technische Fehler ein und ermöglichten Nellingen, erneut davonzuziehen. Am Ende stand ein 29:21 für den Bundesligisten auf der Anzeigetafel. FSG-Trainerin Kerstin Zimmermann war dennoch zufrieden mit ihren Schützlingen. „Wir haben viel gewechselt, so dass jede Spielerin genügend Spielanteile bekommen hat. Allerdings müssen wir an der Anzahl der technischen Fehler arbeiten, das war einfach zuviel, was wir uns da geleistet haben“.

Bilder Heike Kranacher

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weiterlesen …