Männer Bezirksliga - Saison 2017/2018

Hintere Reihe: Julian Würtele, Mathias Fick, Tim Leinhos, Dominik Gabriel; Tobias Zerrer, Sven Gabriel, Luca Meier, Dennis Pennekamp, Christoph Krauter; vordere Reihe: Trainer Joe Weil, Stephan Schiek, Philipp Übelhör, Michael Heil, Benjamin Zimmer, Benedikt Steichele, Marco Frank, Marc Pianca, Marc Hellenschmidt; es fehlt: Aldo Acri.

Mannschaftsgeist mit Qualität aus Korb stärken

Die Verantwortlichen der Bezirksligahandballer des SC Korb wissen, dass die neue Runde zum Drahtseiltakt geraten kann. Bei vielen Veränderungen, vielen Neuerungen und etlichen Unbekannten ist es kaum möglich, einen einigermaßen seriösen Ausblick auf die bevorstehende Bezirksligarunde 2017/18 zu geben. Nachdem der SC in den vergangenen Jahren mehr oder weniger auf der Stelle trat und sich nach Abschluss der vergangenen Runde sechs Spieler der ersten Männermannschaft verabschiedeten, musste Veränderung her. Gesagt, getan. 

Ein neues Konzept, ein neuer Trainer, (altbekannte) neue Spieler und die „Abteilung Jugend forscht“ sollen es künftig richten. Eine der Hauptgrundlagen des neuen Konzepts ist das Wir-Gefühl. Sprich: Der Mannschaftsgeist soll gestärkt werden. Deshalb bauen die Verantwortlichen für die Zukunft fast ausschließlich auf Korber Spieler und ehemalige Korber Urgesteine. Die Abgänge werden mit Spielern aus der zweiten Mannschaft kompensiert. Mit den erfahrenen Cracks Marc Hellenschmidt, Aldo Acri, Phillip Übelhör und Michael Heil, die allesamt schon mal das Jersey der ersten Mannschaft getragen haben, rücken die Gabriel-Brüder Dominik und Sven mit in den Bezirksliga-Kader auf. Luca Meier kommt aus der Schmidener Jugend zurück und zu Vorbereitungsbeginn stieß Marc Pianca zur Truppe, der zuletzt zwei Handball-Sabbath-Jahre eingelegt und davor das Bittenfelder Jugendprogramm durchlaufen hatte. 

Des Weiteren steht bereits das fast komplette A-Jugendteam in den Startlöchern. Die Jungs von Adrian Müller sollen langsam in den Aktiven-Bereich integriert werden. 

Das wird auch eine der Hauptaufgaben des neuen Mannes an der Seitenlinie sein. Mit Joe Weil wurde ein erfahrener Trainer, der jahrelang im Heilbronner Raum mit verschiedenen Teams arbeitete, für diese Aufgabe gewonnen. Der neue Coach ist sich der schwierigen Lage bewusst und redet gar nicht erst um den heißen Brei herum: „Das wird eine schwierige Saison. Wir sind im Umbruch und haben dadurch jede Menge Baustellen.
Viele Maßnahmen, die wir ergriffen haben, müssen sich erst bewähren.“ 

Im Prinzip musste in weniger als drei Monaten eine komplett neue Mannschaft geformt werden und daraus soll dann auch wieder ein eingeschworener Haufen werden. „Die Chancen dafür sind ganz gut, die entsprechenden Typen sind im Team in jedem Fall vorhanden, aber jeder muss gewillt sein, seinen Beitrag dafür zu leisten. Mit Egozocker-Handball werden wir nicht viel zu ernten haben. Wir müssen über das mannschaftlich Geschlossene in unsere individuelle Stärke kommen, dann werden wir erfolgreich sein“, so der Coach weiter. Neben bekannten wie auch neuen Spielhandlungen im Angriff soll aufs Tempo gedrückt werden. Aber bitteschön immer mit Köpfchen und klaren Strukturen und Aufgaben für jeden Akteur. Ebenso haben Spieler und Trainer sich gemeinsam auf eine Abwehrformation geeinigt. Alternativ will man eine weitere Variante einstudieren. Aber alles nach dem Motto: „Step by Step“. 

Mit 16 Spielern startete Joe Weil in die Vorbereitung. Dazu kamen zeitweise noch die Youngsters aus der A-Jugend. In der „Zeit der Knochenmühlen“ wurde das Trainingspensum erhöht. Mit vier Einheiten pro Woche sollten die Grundlagen für die kommende Runde geschaffen werden. 

Da es mit Sicherheit eine ganze Weile dauern wird, bis sich die Männer I handballerisch gefunden haben, wird das Saisonziel zunächst mal mit Klassenerhalt minimalistisch angesetzt. Möglichst schnell Punkte sammeln, damit man nichts mit einem Abstieg zu tun hat und sich in sicheren Gefilde befindet. Alles was darüber hinausgeht, wird man dankend annehmen. 

Aber auch andere Ziele haben sich die SC’ler auf die Fahne geschrieben. Zum einen soll eine Entwicklung stattfinden, sowohl individuell wie auch im Kollektiv. Zum anderen will man die gesamte Runde über als Team kompakt bleiben und sich nicht durch Negativerlebnisse, die mit Sicherheit kommen werden, auseinanderdividieren lassen. Des Weiteren wollen die Männer I ihr Publikum begeistern. Das sagt auch Joe Weil: „Solange die Jungs alles raushauen, sich zerreißen und mit Leidenschaft spielen, wird ihnen sicher niemand den Kopf runterreißen, nur weil es zum Sieg nicht gereicht hat. Schön und wichtig wäre es, dass das Publikum und die Fans das Team vor allem dann unterstützen, wenn es mal nicht läuft.“ 

Wo letzten Endes die Reise des SC Korb in der Bezirksligasaison 2017/18 hingeht, wird auch abhängig davon sein, was die Konkurrenz veranstaltet. Welcher Spieler kommt, welcher geht, welcher spielt – das alles wird man nach vier oder fünf Spieltagen wissen. Ebenso wird sich die Tabelle bis dahin einigermaßen sortiert haben. Korb würde zu diesem Zeitpunkt gerne die ersten Zähler eingefahren haben. Coach Weil versprüht trotz aller Skepsis auch eine Portion Optimismus: „In jeder Saison gibt es eine Überraschungsmannschaft. Vielleicht sind es ja diesmal wir.“ 


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